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Unwetter
39 Tote durch Hurrikan "Earl" in Mexiko

Hurrikan Earl: 39 Menschen sterben in Mexiko nach Unwetter
In Folge des Sturms gab es zahlreiche Erdrutsche, die eine Schneise der Verwüstung hinterließen. FOTO: dpa, jn mag ay
Mexiko-Stadt. Mindestens 39 Menschen hat "Earl" das Leben gekostet. Meteorologen warnen bereits vor einem nächsten Sturm.

Die Zahl der in Mexiko durch Ausläufer des Hurrikans "Earl" getöteten Menschen ist am Sonntag auf mindestens 39 angestiegen. Gleichzeitig formierte sich an der mexikanischen Pazifikküste ein neuer Tropensturm, der im Land Schäden anrichten könnte.

Mindestens 28 Personen starben während einer Reihe von Erdrutschen im gebirgigen Norden des Bundesstaates Puebla, wie der Koordinator des nationalen Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, in einem Interview des Senders ForoTV sagte. Allein 25 davon seien in der Gemeinde Huauchinango ums Leben gekommen, drei weitere in Tlaola.

In Veracruz starben elf Menschen

Auch im Golfküstenstaat Veracruz sorgten starke Regenfälle für Schlammlawinen. Dabei kamen nach Behördenangaben insgesamt elf Menschen ums Leben. Gouverneur Javier Duarte zufolge waren die Städte Coscomatepec, Tequila und Huayacocotla von den Erdrutschen betroffen. Da es in dem Gebiet weiterhin stark regnete, musste ein Teil der wichtigen Schnellstraße gesperrt werden, die die Region mit der Hauptstadt Mexiko-Stadt verbindet. Innerhalb von 24 Stunden kam hier so viel Niederschlag herunter wie sonst in einem ganzen Monat.

Neuer Sturm "Javier" an der Pazifikküste

Wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte, hat sich an der Pazifikküste vor Mexiko bereits ein neuer Tropensturm gebildet. "Javier" erreichte demnach bislang Windgeschwindigkeiten von rund 85 Stundenkilometern und befand sich am Sonntagabend etwa 340 Kilometer südöstlich von Cabo San Lucas an der untersten Spitze der Halbinsel Niederkalifornien. Der Sturm bewegt sich den Angaben zufolge mit 20 Kilometern in der Stunde Richtung Westnordwest.

Hurrikanwarnung für Teile Niederkaliforniens

Die Südwestküste Mexikos traf er so nicht. Es wird dagegen erwartet, dass er am frühen Dienstagmorgen den südlichen Teil von Niederkalifornien erreicht. Die Region ist eine Touristenhochburg, in der sich zahlreiche Resorts befinden. Die Behörden gaben eine Hurrikanwarnung für den niederkalifornischen Südteil zwischen Cabo San Lucas und Todo Santos heraus.

"Earl" hat mittlerweile an Kraft verloren. Als Hurrikan der Kategorie 1 hatte er vergangene Woche das mittelamerikanische Belize heimgesucht.

(lai/ap)
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