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Hurrikan "Harvey"
Gouverneur von Texas warnt vor "sehr großer Naturkatastrophe"

Hurrikan "Harvey" steuert auf Texas zu
Hurrikan "Harvey" steuert auf Texas zu FOTO: afp, jr
Houston. Sturm "Harvey" ist in Texas auf Land getroffen. Es gibt erste Berichte über Schäden, Rettungskräfte können wegen der Wetterkonditionen jedoch nicht ausrücken.

Der mit Furcht erwartete Hurrikan "Harvey" hat in Texas das Festland erreicht. Das Hurrikan-Zentrum erklärte, der Sturm der zweithöchsten Stufe sei am Freitagabend (Ortszeit) gegen 22 Uhr im Nordosten der Hafenstadt Corpus Christi zwischen Port Aransas und Port O'Connor auf Land getroffen. "Harvey" bringt Geschwindigkeiten bis zu 215 Kilometern pro Stunde und flutartigen Regen mit sich. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor für den Staat Texas bereits den Katastrophenfall erklärt.

Bereits kurz nach der Ankunft des Sturms gab es die ersten Meldungen von Schäden. Die Einsatzkräfte hatten jedoch Probleme auf diese zu reagieren. In der Stadt Rockport mussten Feuerwehrleute im Feuerwehrhaus ausharren, da ihre Fahrzeuge nicht sicher ausrücken konnten. "Wir können im Moment nichts tun", sagte der Leiter der Feuerwehr, Steve Sims. Er habe Berichte gehört, dass Bäume auf mobile Häuser gefallen und Dächer zusammengebrochen seien, sagte der Geschäftsführer der Stadt, Kevin Carruth, am Telefon. Rockport liegt rund 50 Kilometer nordöstlich von Corpus Christi.

"Das kann sie umbringen"

Tausende Bewohner flohen von vor "Harvey" von der Küste in das Landesinnere. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami warnte die Bewohner der Region vor katastrophalen Folgen, wenn der Sturm in der Nacht zum Samstag auf Land trifft. "Wir hoffe, sie realisieren, dass sie das umbringen kann", sagte Meteorologe Dennis Felgten. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete nach eigenen Angaben die sogenannte Katastrophen-Proklamation für Texas, mit der zusätzliche Hilfsgelder freigesetzt werden.

Am Freitagabend erklärte das Hurrikan-Zentrum, dass "Harvey" fast das Land erreicht und Geschwindigkeiten bis zu 215 Kilometern pro Stunde hätte. Die Ausläufer des Hurrikans sorgten bereits am Freitagnachmittag für steigende Wasserpegel. Der Wind blies mit der Kraft eines Tropensturms. Das Hurrikan-Zentrum warnte, dass damit die Zeit für Vorbereitungen im Freien abgelaufen sei. "Sie müssen einen sicheren Ort finden und dort bleiben."

Es wird damit gerechnet, dass "Harvey" Sturmfluten und massive Überschwemmungen mit sich bringt, möglicherweise sogar in Gebieten bis zu 160 Kilometer im Landesinneren. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, warnte seine Landsleute vor "einer sehr großen Naturkatastrophe".

(wer/ap)
 
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