| 16.07 Uhr

Stärkster je gemessener Wirbelsturm
Gefahr für Florida durch Hurrikan "Irma" steigt

Hurrikan Irma rast auf Florida zu
Hurrikan Irma rast auf Florida zu FOTO: afp
Miami. Die Bedrohung durch den Hurrikan "Irma" für den US-Bundesstaat Florida wächst nach Einschätzung der US-Wetterbehörde weiter. Auf die Karibikinsel Barbuda traf der stärkste je gemessene Hurrikan mit einer Geschwindigkeit von rund 255 Kilometer pro Stunde.

Neuen Berechnungen vom Mittwochmorgen (Ortszeit) zufolge liegen große Teile Floridas im möglichen Weg des Sturms. Setzt Hurrikan "Irma" seinen derzeitigen Kurs fort, könnte er zum Wochenende in Florida auf Land treffen. Nach Angaben von Meteorologen ist der Zeitraum von Freitagabend bis Montag (Ortszeit) kritisch.

"Irma" gilt als der stärkste Hurrikan, der jemals über dem Atlantik registriert wurde. Der Hurrikan der höchsten Stufe fünf traf am Mittwoch kurz vor ein Uhr morgens (Ortszeit) auf der Karibikinsel Barbuda auf Land, seine Spitzengeschwindigkeiten erreichten dabei laut US-Hurrikanzentrum 255 Kilometer pro Stunde. Über Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt.

"Irma" bewegt sich langsam in Richtung Puerto Rico und Kuba und könnte in den kommenden Stunden die Inseln Guadeloupe, Saint-Barthélémy und Saint-Martin erreichen, warnte das französische Innenministerium über Twitter. Für einige galt die höchste Alarmstufe.

Auch der Inselstaat St. Kitts und Nevis könnte in der Bahn von "Irma" liegen. Regierungschef Timothy Harris rief die Einwohner der beiden Inseln eindringlich dazu auf, bis auf weiteres in ihren Häusern zu bleiben. Der Sturm werde als "sehr gefährlich" eingeschätzt, warnte Harris auf Twitter. "Ich bin sehr dankbar für die vielen Botschaften der Sorge und Fürsorge angesichts von Irma, und ich bete um Gottes Schutz und Gnade."

Auf "Irma" folgen "Jose" und "Katia"

Auf Hurrikan "Irma" könnte direkt ein weiterer schwerer Sturm folgen. Der Tropensturm "Jose" könne sich am Mittwochabend (Ortszeit) zu einem Hurrikan entwickeln und am Wochenende die derzeit von "Irma" betroffenen Inseln erreichen, warnte das US-Hurrikanzentrum in Miami.

Die sieben schlimmsten Naturkatastrophen FOTO: Shutterstock/ Guido Amrein, Switzerland

Bei "José" handelt es sich um das Wettersystem hinter "Irma". Die Windgeschwindigkeiten des Tropensturms erhöhten sich bereits auf fast 95 Kilometer pro Stunde, erklärte das Hurrikanzentrum weiter über Twitter.

Auch "Jose" hat schon wieder einen möglichen Nachfolger: Im Golf von Mexiko hat sich aus einem Tiefdruckgebiet ein Tropensturm namens "Katia" entwickelt. Bisher seien für die Küstengebiete noch keine Warnungen ausgegeben worden, teilte das US-Hurrikanzentrum in Miami am Mittwochmorgen (Ortszeit) mit. Den Prognosen zufolge dürfte "Katia" bis Freitagmorgen vor der Küste Mexikos bleiben - offen blieb, ob er später auf Land treffen könnte.

"Katia" erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometern pro Stunde, wie das Hurrikanzentrum weiter mitteilte. In den kommenden 48 Stunden dürfte der Tropensturm an Stärke gewinnen.

Tui bietet kostenloses Umbuchen und Stornieren an

Wegen Hurrikan "Irma" bieten die großen Reiseveranstalter kostenloses Umbuchen und Stornieren für Reisen in die Dominikanische Republik und nach Kuba an. Bei Tui und Thomas Cook ist dies für Reisen mit Abflug bis einschließlich 8. September möglich, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten. Bei DER Touristik gilt das Angebot für Abflüge bis 9. September.

Wegen der drohenden Auswirkungen des Tropensturms sei nicht sichergestellt, dass alle gebuchten Leistungen erbracht werden können, erklärte Tui. Rund 100 betroffene Urlauber des Veranstalters mit Abflug am Mittwoch würden informiert. Alle Gäste vor Ort seien in sichere Unterkünfte gebracht worden. Auch Thomas Cook hat Experten vor Ort, die sich um die Urlauber kümmern.

(csr/dpa)
 
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