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Hurrikan "Matthew"
Mindestens elf Tote nach Überschwemmungen in der Karibik

Hurrikan "Matthew": Tote in der Karibik, in Haiti, Dom. Rep. und Kolumbien
In Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis, sind die Straßen überschwemmt. FOTO: afp, HR
Port-au-Prince. Hurrikan "Matthew" sind in der Karibik mindestens elf Menschen zum Opfer gefallen. Mit mehr als 230 Stundenkilometern riss er am Dienstag auf der Insel Hispaniola Bäume um, Wohnviertel wurden von Wasser und Schlamm überschwemmt.

Das Zentrum des stärksten Sturms traf nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in der Nacht zu Mittwoch in Kuba erneut auf Land. Es wurde erwartet, dass "Matthew" danach in die USA weiterzieht.

In Haiti starben nach Angaben der Behörden fünf Menschen. So ertrank ein 26-Jähriger, der versuchte, ein Kind aus einem Fluss zu retten. Das Kind überlebte. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden viele Häuser zerstört oder beschädigt. Viele Slumbewohner weigerten sich trotz der Gefahr, ihre Behausungen zu verlassen aus Angst, ihre wenigen Habseligkeiten könnten gestohlen werden.

Neun Meter hohe Wellen krachen auf die Strände

Aus der benachbarten Dominikanischen Republik wurden vier Tote gemeldet, aus Kolumbien sowie dem Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen jeweils ein Todesfall. In Kuba krachten bis zu neun Meter hohe Wellen auf die Strände. Hotelfenster wurden verbarrikadiert und Ampeln abgebaut, um zu verhindern, dass der Sturm sie in gefährliche Geschosse verwandelt.

In den US-Staaten Georgia und South Carolina wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen. In Florida rief Gouverneur Rick Scott die Bewohner der Küstenregion zu Vorsichtsmaßnahmen auf. South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley sagte, die Pläne zur Evakuierung von einer Million Menschen liefen. In Geschäften deckten sich die Leute mit Vorräten für die nächsten Tage ein. Fluggesellschaften boten kostenlose Umbuchungen an.

(ap/jeku)
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