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Wirbelsturm der Kategorie vier
Hurrikan "Matthew" trifft Haiti und bedroht US-Ostküste

Hurrikan "Matthew" trifft Haiti und bedroht US-Ostküste
Hurrikan "Matthew" ist laut dem Nationalen Hurrikanzentrum der USA (NHC) "extrem gefährlich". FOTO: rtr, BS
Port-au-Prince. Hurrikan "Matthew" hat am Dienstag mit voller Wucht den Karibikstaat Haiti erreicht. Der Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie vier bedroht auch die USA, in Florida und in Teilen North Carolinas wurde bereits der Notstand ausgerufen. 

"Matthew" hatte sich bereits im Vorfeld mit schweren Unwettern angekündigt. Er traf um 7.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) in der Nähe des Dorfes Les Anglais in Haiti auf Land, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA (NHC) mitteilte. Der Sturm sei "extrem gefährlich".

"Matthew" hatte laut NHC Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde, als er die Südküste Haitis erreichte. Der Sturm löste schwere Überschwemmungen aus, auch in der Hauptstadt Port-au-Prince standen Häuser unter Wasser.

Zuvor hatten die Behörden mehr als 6400 Menschen in Sicherheit gebracht. Zu den evakuierten Gebieten zählten zwei Elendsviertel von Port-au-Prince: Cité Soleil, wo ein Fünftel der 500.000 Einwohner von schweren Überschwemmungen bedroht waren, und Cité L'Éternel.

Die sieben schlimmsten Naturkatastrophen FOTO: Shutterstock/ Guido Amrein, Switzerland

Bereits bevor der Hurrikan auf Land traf, forderte er erste Todesopfer: Am Montagabend starb eine Frau in der Küstenstadt Port-Salut, weil sie ihr Haus nicht verlassen und daher nicht zu einem Arzt gehen konnte. Am Freitagabend starb ein Fischer, als sein Boot kenterte. Mindestens ein weiterer Mensch wurde vermisst.

Haiti gilt als ärmstes Land des amerikanischen Kontinents. Sechs Jahre nach einem verheerenden Erdbeben, bei dem 2010 rund 250.000 Menschen ums Leben kamen, leben immer noch tausende Obdachlose in Zelten.

"Matthew" bedrohte auch andere Karibikstaaten. Laut NHC bewegte er sich auf den Osten von Kuba zu und dürfte dann weiter in den südöstlichen und mittleren Teil der Bahamas ziehen. Im Osten Kubas wurden bereits 316.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Überschwemmungen wurden auch in Jamaika erwartet.

Chronik der verheerenden Wirbelstürme in den USA FOTO: dpa, NASA

Laut den Vorhersagen dürfte der Sturm auf seinem Weg durch die Karibik bis Mittwochabend den Nordwesten der Bahamas erreichen. Auch die USA rüsteten sich für schwere Unwetter: Im US-Bundesstaat Florida und in Teilen North Carolinas wurde bereits der Notstand ausgerufen.

(AFP)
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