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Illinois
13-Jähriger in den USA bei Polizeieinsatz erschossen

Illinois: 13-Jähriger in den USA bei Polizeieinsatz erschossen
Die Schießerei hatte sich am Mittwoch ereignet. FOTO: ap
Chicago. In Columbus im US-Bundesstaat Ohio ist ein mit einer Druckluftpistole bewaffneter 13-Jähriger bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Tyree King war nach einem mutmaßlichen Raubüberfall am Mittwochabend von Polizisten verfolgt worden und zog eine Waffe – woraufhin einer der Beamten mehrmals auf den Jungen feuerte.

Das teilte die örtliche Polizei am Donnerstag mit. King wurde rund eine halbe Stunde später in einem Kinderkrankenhaus für tot erklärt. Nach Angaben der Polizei waren die Beamten gerufen worden, nachdem ein bewaffneter Raubüberfall mit mehreren Tätern gemeldet worden war.

Die Polizisten sahen demnach drei Verdächtige, deren Äußeres mit Zeugenaussagen übereinstimmte. Als sie sich ihnen näherten, flohen laut Polizei zwei der Verdächtigen, die Beamten verfolgten sie bis in eine Gasse.

Junge trug Druckluftpistole bei sich

Die Polizisten versuchten sie festzunehmen, "als einer der Verdächtigen eine Waffe aus seinem Hosenbund zog", erklärte die Polizei. "Einer der Beamten schoss und traf den Verdächtigen mehrmals." Der andere Verdächtige und die anderen beteiligten Polizisten blieben den Angaben zufolge unverletzt.

Am Tatort habe die Polizei "etwas entdeckt, was wie eine Handfeuerwaffe aussah". Es habe sich herausgestellt, "dass es eine Druckluftpistole mit einem Laserpointer war". Der Verdächtige, der mit King geflohen war, wurde zunächst auf freien Fuß gesetzt. Zeugen wurden von der Polizei vernommen.

In den USA gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an unverhältnismäßiger Polizeigewalt, vor allem gegen Schwarze. Mehrere tödliche Polizeieinsätze hatten in verschiedenen Städten schwere Proteste ausgelöst.

(isw/AFP)
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