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Neue Studie zur Weltbevölkerung: Im Oktober sieben Milliarden Menschen

zuletzt aktualisiert: 03.05.2011 - 17:37

Berlin (RPO). Am 31. Oktober dieses Jahres wird nach neuen UN-Prognosen der sieben milliardste Mensch geboren. Bis zum Jahr 2050 werde die Weltbevölkerung voraussichtlich auf 9,3 Milliarden wachsen, teilten die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und die UN-Bevölkerungsabteilung in Berlin mit.

Das sind 200 Millionen Menschen mehr als noch 2009 erwartet. Den aktualisierten UN-Berechnungen zufolge findet das Bevölkerungswachstum fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt: Allein in Afrika werde sich die Bevölkerung von heute 1,02 Milliarden auf voraussichtlich knapp 3,6 Milliarden Menschen im Jahr 2100 mehr als verdreifachen.

In Europa hingegen werde die Bevölkerung schrumpfen - von derzeit 738 Millionen auf 674 Millionen Menschen in 90 Jahren. "Die Bevölkerung wächst in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt am schnellsten, etwa in Liberia, Niger und Uganda", erklärte der Vize-Direktor der UN-Bevölkerungsabteilung, Thomas Büttner.

Bevölkerung wächst in der 3. Welt am stärksten

Zwar gingen die UN-Hochrechnungen von sinkenden Fruchtbarkeitsraten in den Entwicklungsländern aus. Dennoch würden in den 20 gegenwärtig am schnellsten wachsenden Ländern bis zum Jahr 2100 etwa fünfmal mehr Menschen leben als heute. Würde die Bevölkerung genauso schnell weiterwachsen wie derzeit, wären es demnach sogar etwa 24 Mal so viele Menschen. "Der Kampf gegen die Armut wird dadurch erheblich erschwert", unterstrich Büttner.

DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr verwies zudem darauf, dass Familienplanung in Entwicklungsländern "Mangelware" sei und dass "international weniger Geld dafür bereitgestellt wird". Das wirke sich auch auf den Zugang von Frauen zu Verhütungsmitteln und damit auf deren Kinderzahl aus.

Allein in Entwicklungsländern würden 215 Millionen Frauen gern verhüten, hätten aber keine Möglichkeit dazu. Angesichts des hohen Anteils von Kindern und Jugendlichen in diesen Ländern als der "Elterngeneration von morgen" werde der Bedarf an Verhütungsmitteln in den kommenden Jahren sogar noch weiter steigen.

Quelle: AFP/felt

 
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