Vier der sechs mutmaßlichen Vergewaltiger einer jungen Inderin müssen sich vor Gericht wegen der brutalen Tat Mitte Dezember verantworten, nachdem der Hauptverdächtige Selbstmord begangen hat.
Der Polizei und Medienberichten zufolge traf sich die Gruppe zuerst zum Essen, bei dem viel Alkohol floss. Danach machten sie mit einem Privatbus eine Spritztour durch Neu Delhi und lockten die 23-Jährige und ihren Freund in das Fahrzeug. Die Frau wurde in dem Bus schwer misshandelt und vergewaltigt und starb später an den Folgen des Übergriffs. Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 17 und 35 Jahre alt und stammen teils aus armen Verhältnissen. Wir haben die Informationen über die Täter zusammengefasst
RAM SINGH: Der 35-jährige Witwer galt als Anführer der Gruppe. Die Polizei und Nachbarn seiner Behausung in einem Armenviertel im Süden der Hauptstadt Neu Delhi beschreiben ihn als gewalttätigen Alkoholiker. Er soll den weißen Bus, in dem sich das Verbrechen abgespielt haben soll, regelmäßig gefahren haben. Vielfach wurden darin Kinder zur Schule gebracht. Am 11. März wurde bekannt, dass der Mann sich in seiner Zelle erhängt hat.
MUKESH SINGH: Der 26-Jährige ist der Bruder von Ram Singh. Er arbeitet gelegentlich als Fahrer und Reiniger des Busses. Er soll an der Gruppenvergewaltigung beteiligt gewesen sein und die junge Frau sowie ihren Freund mit einer Eisenstange geschlagen haben.
VINAY SHARMA: Der 20-Jährige arbeitet als Fitnesstrainer. Der Zeitung "The Hindu" zufolge gibt er zu, den Freund der indischen Studentin geschlagen zu haben. Er bestreitet aber, an der Vergewaltigung beteiligt gewesen zu sein.
AKSHAY THAKUR: Der 28-Jährige stammt aus dem verarmten Bundesstaat Bihar im Osten Indiens. Dort wurde er am 21. Dezember festgenommen. Er hilft ebenfalls bei den regulären Fahrten des Busses aus. Ihm wird auch vorgeworfen, versucht zu haben, Beweismittel verschwinden zu lassen, da er nach der Tat bei der Reinigung des Fahrzeugs half.
PAWAN GUPTA: Der 19-Jährige ist Obstverkäufer. Berichten von "The Hindu" zufolge sagte er bei einer früheren Gerichtsanhörung, er habe etwas "Schreckliches und Schlimmes getan".
SECHSTER VERDÄCHTIGER: Der Name des sechsten mutmaßlichen Täters wird aus rechtlichen Gründen nicht bekanntgegeben, weil es sich um einen 17-Jährigen handeln soll. Sollten Tests ergeben, dass er tatsächlich minderjährig ist, kommt er anders als die anderen fünf Verdächtigen vor ein Jugendgericht.