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Todesstrafe
Indonesien bereitet 15 Hinrichtungen wegen Rauschgiftdelikten vor

Indonesien: 15 Hinrichtungen wegen Rauschgiftdelikten vorbereitet
15 Menschen sollen in Indonesien hingerichtet werden. FOTO: AP
Jakarta. Unter den zu Tode Verurteilten sind auch zehn Ausländer.  Ein Jahr nach der weltweit verurteilten Hinrichtung zahlreicher Ausländer wegen Rauschgiftdelikten bereitet Indonesien eine neue Hinrichtungswelle vor. 

Die Vorbereitungen laufen seit Tagen, wie die Polizei berichtet. Auf der Liste stünden zehn Ausländer und fünf Indonesier, sagte Polizeisprecher Liliek Darmanto der Zeitung "Jakarta Post" am Mittwoch. Es handelt sich um vier Chinesen, einen Pakistaner, zwei Nigerianer, zwei Senegalesen und einen Mann aus Simbabwe. 

Unter den im April 2015 Hingerichteten waren zwei Australier. Die Regierung in Canberra hatte vergeblich versucht, die Indonesier zu einer Umwandlung in eine Gefängnisstrafe zu bewegen. Die Männer hatten zugegeben, mit Rauschgift gedealt zu haben.

Hintergrund: Die Entwicklung der Todesstrafe FOTO: FR117487 AP, AP

Der riesige Inselstaat mit mehr als 240 Millionen Einwohnern in Südostasien glaubt, das Drogenproblem nur mit drakonischen Strafen in den Griff zu bekommen. Anzeichen, dass die Todesstrafe abschreckt, gibt es nicht. 

Unter den mehr als 120 Todeskandidaten in Indonesien sind nach Angaben des Justizministeriums etwa 35 Ausländer. Darunter sind die Philippinerin Mary Jane Veloso und die Britin Lindsay Sandiford, die beide im Prozess sagten, sie seien als Drogenkuriere missbraucht worden. 

(dpa)
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