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Terror im Irak
Anschlagsserie erschüttert Bagdad

Irak - IS-Anschlagsserie erschüttert Bagdad
Nördlich von Bagdad stellen sich schiitische Milizen dem IS entgegen. FOTO: dpa, aj sw
Bagdad. Bei Attentaten in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Sicherheitskräfte vermuten die Terrormiliz Islamischer Staat hinter den Angriffen. Ziel waren vor allem Schiiten.

Bei einer Anschlagsserie in vornehmlich von Schiiten bewohnten Vierteln in Bagdad sind am Sonntag mindestens 26 Menschen getötet und 62 weitere verletzt worden. Im Viertel Al-Schaab im Nordosten der irakischen Hauptstadt ereigneten sich zwei Explosionen, wie ein hochrangiger Polizeibeamter und ein Vertreter des Innenministeriums mitteilten. Mindestens eine davon sei durch einen Selbstmordattentäter ausgelöst worden. Bei den beiden Anschlägen in der Nähe eines Marktes seien elf Menschen getötet und 23 weitere verletzt worden, darunter mindestens drei Sicherheitskräfte, teilte die Polizei mit.

Am Adnan-Platz in der Nähe des schiitischen Viertels Kasimija wurde kurz vor dem täglichen Fastenbrechen im muslimischen Fastenmonat Ramadan ein Selbstmordanschlag mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug verübt. Dabei wurden den Angaben zufolge sechs Menschen getötet und 20 weitere verletzt. Auf die gleiche Weise wurden Selbstmordanschläge in der Nähe eines Restaurants im Viertel Al-Bunuk sowie im Viertel Iskan verübt. In Al-Bunuk gab es mindestens zwei Todesopfer und elf Verletzte, in Iskan zwei Tote und acht Verletzte.

Zu den Taten bekannte sich zunächst niemand. Das Vorgehen legte aber nahe, dass sie von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verübt wurden. Diese sunnitische Organisation greift häufig Schiiten an, die sie als Häretiker betrachtet.

(AFP)
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