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Irak
Selbstmordattentat auf Hochzeitsfeier

Ain al-Tamer. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeit im Irak sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Das bestätigten die lokalen Behörden. 

Mindestens 26 weitere wurden demnach verletzt, als am Sonntagabend fünf Angreifer mit Sprengstoffwesten, Sturmgewehren und Handgranaten die Oasenstadt Ain al-Tamer südwestlich der Hauptstadt Bagdad attackierten. Ein Angreifer sprengte sich nach Angaben eines Armeevertreters selbst in die Luft, die vier anderen wurden von Sicherheitskräften getötet.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, zuletzt verübte jedoch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zahlreiche Anschläge im Irak. Ain al-Tamer liegt rund 50 Kilometer westlich der Stadt Kerbela, die eine der heiligsten Stätten der Schiiten ist, und am Rande der Provinz Anbar, die lange eine Hochburg der sunnitischen IS-Kämpfer war.

Der IS hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Irak erobert, in den vergangenen Monaten aber einige größere Gebietsverluste erlitten. Zuletzt verlor die Miliz unter anderem die Großstadt Falludscha. Auf ihre militärischen Niederlagen reagierten die Dschihadisten mit einer Ausweitung ihrer Anschläge.

(lai/afp/ap)
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