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Bangladesch
IS bekennt sich zu Anschlag auf schiitische Moschee

IS bekennt sich zu Moschee-Attentat in Bangladesch
Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu einem Anschlag auf eine Moschee in Bangladesch bekannt. FOTO: AP
Dhaka. Der Islamische Staat behauptet, für einen Anschlag auf eine schiitische Moschee im südasiatischen Bangladesch verantwortlich zu sein, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Bisher hatte Bangladeschs Regierung behauptet, der IS sei dort nicht aktiv. 

Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) behauptet, einen Anschlag auf eine schiitische Moschee in Bangladesch verübt zu haben. Dies berichtete das auf Terrorismusbeobachtung spezialisierte US-Webportal Site am Donnerstag (Ortszeit). Ein Imam war getötet worden, als Bewaffnete einige Stunden zuvor die Al-Mustafa-Moschee im Dorf Haripur direkt nach dem Abendgebet angriffen. Drei Menschen wurden verletzt.

Bangladeschs Regierung hatte mehrfach behauptet, der IS sei in dem armen südasiatischen Land nicht aktiv. Sie macht lokale politische Gruppen für die sich jüngst häufenden Anschläge verantwortlich. In Bangladesch leben vor allem sunnitische Muslime, die Schiiten sind in der Minderheit. Der sunnitische IS ermordet in Syrien und im Irak auch die in seinen Augen ungläubigen Schiiten.

Während der Attacke auf die Moschee etwa 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Dhaka seien mindestens 16 Menschen in dem Gebäude gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Angreifer hätten im Gebetsraum wild um sich geschossen. Zwei Verdächtige seien zum Verhör in Gewahrsam genommen worden. Erst vor einem Monat waren bei einer schiitischen Prozession in Bangladesch mehrere Bomben explodiert. Ein Mensch starb, Dutzende wurden verletzt.

(dpa)
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