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IS-Miliz
Erneuter Terroranschlag in Bangladesch

IS-Miliz: Erneuter Terroranschlag bei Gebetsplatz in Bangladesch
Vier Menschen starben bei dem IS-Anschlag. FOTO: afp, MUZ
Dhaka. Nur wenige Tage nach einem der bisher schlimmsten Terroranschläge in Bangladesch hat es einen erneuten tödlichen Anschlag gegeben. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu der Bluttat.

Mindestens sechs Unbekannte griffen eine Gruppe Polizisten mit Sprengsätzen, Schusswaffen und Hiebwaffen an. Zwei Polizisten, einer der Angreifer und eine Zivilistin starben durch die Explosionen und im anschließenden Feuergefecht. Das bestätigte ein Sprecher der Antiterroreinheit der Polizei. Es gab mindestens zwölf Verletzte. Die Polizei nahm zwei der Täter fest.

Außenposten der Polizei angegriffen

Der Anschlag ereignete sich in der Nähe von Sholakia Eidgah, einer Versammlungsfläche in der Stadt Kishoreganj, gut 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Dhaka. Sholakia Eidgah gilt als die größte Versammlungsstätte im Land für Gebete zum islamischen Fest des Fastenbrechens nach dem Fastenmonat Ramadan (Eid al-Fitr). Zur Zeit des Anschlags sollen sich Behördenschätzungen zufolge rund 200.000 Menschen in der Gegend aufgehalten haben.

Nach Angaben des Sprechers attackierten die Täter einen Außenposten der Polizei, rund einen halben Kilometer vor dem Eingang der Veranstaltung. Demnach griffen sie kurz vor dem offiziellen Beginn der Gebete zum Feiertag an. Premierministerin Sheikh Hasina verurteilte den Anschlag als unislamisch und kündigte harte Strafen für die Angreifer an.

Regierung Bangladeschs macht einheimische Täter verantwortlich

Erst in der Nacht zum Samstag hatten sieben Geiselnehmer ein bei Ausländern beliebtes Café in der Hauptstadt Dhaka stundenlang besetzt. Sie töteten 20 Besucher des Cafés und zwei Polizisten. Bei der Erstürmung des Cafés wurden sechs der Geiselnehmer getötet.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu der Tat bekannt. Die Regierung Bangladeschs bestreitet jedoch, dass der IS im Land aktiv ist und macht einheimische Täter dafür verantwortlich. Am Mittwoch tauchte ein Video im Internet auf, in dem drei Bengalisch sprechende Männer weitere Angriffe in Bangladesch ankündigten.

(dpa/isw)
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