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Bericht von Human Rights Watch
IS soll im Irak 300 Ex-Polizisten getötet haben

Bagdad. Die Extremistenmiliz IS hat nach Angaben von Human Rights Watch im Irak mehr als 300 ehemalige Polizisten getötet und in einem Massengrab verscharrt. Die Opfer seien vor etwa drei Wochen erschossen worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation.

Zu den Massentötungen sei es in der Nähe von Mossul gekommen, als sich die Miliz unter dem Druck einer Offensive von Regierungstruppen aus der Gegend zurückziehen musste. Der IS habe laut Augenzeugen bis zu 125 Männer auf vier großen Lastwagen abtransportiert. Kurz darauf seien minutenlang Schüsse und Schreie zu hören gewesen. Der Vorgang habe sich drei Nächte in Folge wiederholt.

"Es handelt sich um weitere Beweise für die schrecklichen Massenmorde des IS", sagte ein Vertreter von Human Rights Watch. Die Extremisten müssten für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen werden.

(rtr/jeku)
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