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Panik an vielen Orten - Keine Verletzten: Israel und Jordanien von schwerem Erdbeben erschüttert

zuletzt aktualisiert: 11.02.2004 - 10:44

Jerusalem/Amman (rpo). Im Nahen Osten hat am Mittwochmorgen der Erdboden gewackelt. Ein schweres Erdbeben ließ in Jordanien, Israel und den Palästinensergebieten die Häuser schwanken.

Der Erdstoß war bis zu 20 Sekunden lang in Israel, Jordanien, Syrien, Libanon dem Westjordanland und dem Gazastreifen zu spüren. Am israelischen Parlament entstand geringer Sachschaden. Berichte über mögliche Verletzte lagen zunächst nicht vor.

In der Knesset entstanden Risse in der Decke nahe des Büros von Ministerpräsident Ariel Scharon und des Sitzungssaals. Die Abgeordneten befürchteten laut Rundfunkberichten zunächst einen Bombenanschlag, und eine geplante Parlamentsdebatte wurde abgesagt. Hochhäuser in Tel Aviv sowie Einkaufszentren und Schulen im ganzen Land wurden evakuiert. An vier Wohnungen in Jerusalem entstand leichter Sachschaden, wie der Fernsehsender Channel Ten berichtete.

In Ramallah und Bethlehem im Westjordanland wurde der Schulunterricht vorzeitig beendet. In der jordanischen Hauptstadt Amman war das Beben für etwa 20 Sekunden zu spüren. Zahlreiche Einwohner liefen in Panik auf die Straße. Nach Berichten israelischer Medien hatte das Beben eine Stärke von 5,0. Meteorologen in der syrischen Hauptstadt Damaskus meldeten mehrere leichte Nachbeben, die jedoch keinen Schaden anrichteten.

Die Region liegt an einem kontinentalen Graben, der über eine Länge von 4.800 Kilometern zwischen Syrien und Mosambik durch das Tote Meer verläuft. Am 31. Dezember war in dem Gebiet ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,7 gemessen worden.

Auch dabei entstand kein Sachschaden. Beim letzten größeren Erdstoß der Stärke 6,3 waren 1927 nahe Jericho im Westjordanland, rund 25 Kilometer östlich von Jerusalem, mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.

Teile des Nahen Ostens wurden am Mittwochmorgen von einem Erdbeben erschüttert.  Foto: RPO
Teile des Nahen Ostens wurden am Mittwochmorgen von einem Erdbeben erschüttert. Foto: RPO

 
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