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Terror in Istanbul
Zwei Attentäterinnen sterben bei Angriff auf Polizeistation

Istanbul: Frauen greifen Polizeibus mit Handgranate und Schusswaffen an
Türkische Polizisten umstellen den Unterschlupf der beiden Attentäterinnen. FOTO: afp, OZN
Istanbul . Erneut ist es in der Türkei zu einem schweren Zwischenfall mit mutmaßlich terroristischem Hintergrund gekommen: Zwei Frauen haben Beamte vor einer Polizeistation in Istanbul mit einer Handgranate attackiert.

Die Frauen hätten vor dem Gebäude Beamte mit einer Handgranate attackiert und dann das Feuer eröffnet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Polizisten hätten zurückgeschossen und eine der Angreiferinnen getroffen. Diese sei verletzt mit ihrer Komplizin in einem Auto geflohen und habe sich dann in einem Gebäude versteckt. Die Polizei habe das Haus umstellt und die beiden getötet.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die linksextreme Gruppe DHKP-C hatte zuletzt ähnliche Angriffe auf Polizeiwachen in Istanbul verübt.

In der Türkei ereigneten sich in den vergangenen Monaten mehrfach schwere Attentate. Im Januar wurden bei einem Anschlag in Istanbul, den die Behörden der Extremistenmiliz IS zuschrieben, mehrere deutsche Urlauber getötet. Im Februar kamen bei einem Selbstmordattentat auf das Militär in Ankara, zu dem sich eine kurdische Extremistengruppe bekannte, 28 Menschen ums Leben.

(felt/ap/REU)
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