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Mehr als 280 Tote
Trauerfeier für Erdbebenopfer in Italien

Italien ruft nach Erdbeben "Tag der Trauer" aus
Italiens Präsident Sergio MatTarella besucht das zerstörte Dorf Amatrice. FOTO: afp
Rom. Es soll der "Tag der Trauer" sein. Italiens Staatsspitzen kommen zusammen, um der Toten der Erdbebenkatastrophe zu gedenken. Die Retter wollen ihre Hoffnung auf Überlebende derweil noch nicht aufgeben.

Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Italien nimmt das Land mit einem Staatsbegräbnis Abschied von den Opfern. Zur Trauerfeier am Samstag (11.30 Uhr) in der Kathedrale von Ascoli Piceno werden auch Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Matteo Renzi erwartet. Am Tag der nationalen Trauer werden in ganz Italien die Flaggen auf halbmast gesetzt. Bei der Zeremonie wird vor allem der Opfer in den Marken gedacht. Unter ihnen ist ein 18 Monate altes Kind, dessen Mutter schon das schwere Erdbeben in L'Aquila 2009 miterlebte.

Insgesamt kamen bei dem Erdbeben am Mittwoch mehr als 280 Menschen ums Leben, mehr als 220 davon im Ort Amatrice in der Region Latium. In den Marken waren es nach Angaben des Zivilschutzes knapp 50 Tote.

Aufräumarbeiten in der Erdbebenregion gehen weiter FOTO: afp

Präsident Mattarella wird am Samstagfrüh vor dem Staatsbegräbnis auch zu einem Besuch in Amatrice erwartet. Dort soll kommenden Dienstag eine weitere Trauerfeier stattfinden. Einige Tote müssen noch identifiziert werden, andere haben die Angehörigen bereits zu sich genommen. Auch bei der Trauerfeier nächste Woche soll Ministerpräsident Renzi teilnehmen.

Bei dem schweren Beben wurden fast 400 Menschen verletzt. Mindestens 2500 Menschen wurden obdachlos. Eine offizielle Zahl zu den Vermissten gab es nicht. Aber nachdem in den Marken keine Vermissten mehr gemeldet wurden, beschränkte sich am Freitag die Suche vor allem auf Amatrice. Unterdessen jagten Nachbeben den Menschen immer wieder Angst und Schrecken ein.

Fotos: Schweres Erdbeben erschüttert Zentralitalien FOTO: dpa, drn ms

Mehr als 230 Menschen konnten lebend geborgen werden. Unter den Erdbebenopfern sind auch mehrere Ausländer, nach bisherigen Erkenntnissen aber keine Deutschen.

(dpa)
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