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Zauberkünstler Jan Rouven
Deutschem Magier droht lange Haft wegen Kinderpornografie

Jan Rouven: Magier droht lange Haft wegen Kinderpornografie
FOTO: dpa, bsc tba kde
Las Vegas . In Las Vegas hat der Kinderpornografie-Prozess gegen den deutschen Zauberkünstler Jan Rouven begonnen. Dem 38-Jährigen, der in der Glücksspielmetropole mit seiner Show im "Tropicana"-Casino große Erfolge gefeiert hatte, drohen Jahrzehnte hinter Gittern.

Die Ermittler sagten nach einem Bericht der Zeitung "Las Vegas Review-Journal" zum Prozessauftakt, dass sie mehr als 9000 Videos mit Kinderpornografie auf neun verschiedenen Geräten auf Rouvens Anwesen bei Las Vegas gefunden hätten. Rouven ist unter anderem wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt.

Der aus dem Rheinland stammende Zauberkünstler äußerte sich zu Prozessbeginn nicht. In den vergangenen Monaten hatte er seine Unschuld beteuert. Nach Angaben seines Anwalts Jess Marchese weiß Rouven nicht, wie die fraglichen Dateien auf seine Geräte geraten sind. Marchese äußerte sich nach dem ersten Prozesstag am Montag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP "vorsichtig optimistisch", dass der Prozess ohne Verurteilung seines Mandaten enden werde.

Der Magier sitzt seit mehr als einem halben Jahr in Untersuchungshaft, sein Prozess wurde mehrfach verschoben. Die Bundespolizei FBI hatte zu Beginn des Jahres während einer Razzia auf seinem Anwesen die Geräte mit dem kinderpornografischen Material beschlagnahmt.

Der Magier war ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten, nachdem sich ein verdeckter FBI-Ermittler in ein Internet-Netzwerk zum Austausch von Kinderpornografie eingeschleust hatte.

(mro/AFP)
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