| 13.52 Uhr

Beben, Tsunami, Akw-Explosion
Japan – Protokoll der Katastrophe Teil 3

+++ 16.18 Uhr: Nach dem Tsunami wird in der japanischen Küstenregion Miyagi ein Zug vermisst, wie die Agentur Kyodo berichtet.

+++ 16.15 Uhr: Die Evakuierungszone um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wird von zwei auf drei Kilometer ausgedehnt, wie die Agentur Jiji meldet. Bislang sei keine Radioaktivität ausgetreten. Im dem Kraftwerk ist ein Kühlkreislauf ausgefallen.

+++ 16 Uhr: Japanische Behörden suchen nach einem Schiff mit 80 Hafenarbeitern. Das Schiff sei im Bezirk Miyagi von dem Tsunami weggeschwemmt worden, teilte ein Sprecher der Küstenwache am Freitag mit. Die Gegend ist die von dem massiven Erdbeben am schlimmsten betroffen.

+++ 15.53 Uhr: Der Flugverkehr von Deutschland nach Japan wird trotz des Erdbebens vorerst aufrechterhalten. Wie ein Sprecher von Japan Airlines in Düsseldorf sagte, ist ein Flug von Frankfurt am Main um 20.15 Uhr nach wie vor geplant. Allerdings könnte sich die Situation jederzeit ändern.

+++ 15.37 Uhr: Die Ausläufer der Tsunami-Flutwellen haben am Freitag die Küste des US-Bundesstaats Hawaii erreicht. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum registrierte um 03.24 Uhr (Ortszeit, 14.24 Uhr MEZ) die Ankunft der Flutwellen in Waianae Harbor, kurze Zeit später waren sie auch am beliebten Strand von Waikiki zu sehen. Die Wellen waren mit bloßen Auge erkennbar, sie hatten aber keine zerstörerische Kraft.+++ 15.25 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat Japan für die Opfer des verheerenden Erdbebens vom Freitag sein Beileid ausgesprochen. Die Vereinigten Staaten stünden bereit, um mit allen verfügbaren Mitteln zu helfen, sagte Obama.

+++ 15 Uhr: Das Erdbeben in Japan hat auch in Nordrhein-Westfalen, der größten japanischen Kolonie in Deutschland, für Bestürzung gesorgt. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte, ihre Gedanken seien bei den betroffenen Menschen und den japanischen Mitbürgern in NRW, die nun in großer Sorge um ihre Angehörigen in Asien seien.

+++ 14.41 Uhr: In Japan steigen inzwischen die Opferzahlen von Minute zu Minute. Allein in der von einer Flutwelle heimgesuchten Stadt Sendai im Nordosten des Landes seien 200 bis 300 Leichen an einem Strand gefunden worden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji.

+++ 14.38 Uhr: Die ersten Tsunami-Wellen haben inzwischen die  Inseln Hawaiis erreicht. Sie waren laut CNN zwischen 0,49 Meter und 0,70 Meter hoch.

+++ 14.31 Uhr: Japanische Medien berichten inzwischen von mindestens 90 Toten. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, nach vorläufigem Stand gebe es 60 Tote, 56 Vermisste und 241 Verletzte.

+++14.28 Uhr:  Der Tsunami hat die Küste Indonesien mit einer Höhe von nur zehn Zentimetern erreicht. Nach Angaben des indonesischen Meteorologieamtes war eine zweite, höhere Welle aber nicht auszuschließen. Laut CNN wurde die Tsunami-Warnung für das Land aufgehoben.

+++ 14.23 Uhr: Die europäischen Regierungschefs haben Hilfe für den betroffenen Pazifikraum angekündigt. Der Europäische Rat sprach den betroffenen Menschen sein Beileid aus. Außerdem kündigten die 27 EU-Regierungschefs neben nationalen Hilfsmaßnahmen auch Unterstützung auf europäischer Ebene an. Sie hätten EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton gebeten, alle angemessene Hilfe zu mobilisieren, erklärten sie.

+++ 14.19 Uhr: Hawaii erwartet in den nächsten Minuten die erste Welle, wie der Geophysiker Ryan Shiro von der National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA dem Sender CNN sagte.

+++ 14.08 Uhr: Tausende Menschen sind nach dem Beben in der japanischen Hauptstadt Tokio durch die Straßen geirrt. Andere waren in Bahnhöfen oder Bürogebäuden gestrandet, da der Verkehr weitgehend zum Erliegen gekommen war.

+++ 13.59 Uhr: Die Evakuierungszone um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wird von zwei auf drei Kilometer ausgedehnt, wie die Agentur Jiji meldet.

+++ 13.57 Uhr: Im Vergleich mit dem Erdbeben in Neuseeland vom Februar sei das in Japan um ein Vielfaches stärker gewesen- mehrere 1000 Mal so stark", sagte die Naturkatastrophen-Expertin Sibylle Steimen von der Rückversicherungstochter der Allianz am Freitag zu Reuters.

+++ 13.54 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben gab es in Japan mehr als 20 zum Teil heftige Nachbeben.

+++ 13.46 Uhr: Mehr als 700 Flüge von Japan aus wurden nach Angaben des Transportministeriums gestrichen. 13.000 Passagiere sind laut der Agentur Kyodo am Tokioter Flughafen Narita gestrandet, 10.000 am Flughafen Haneda.

+++ 13.42 Uhr: Der Präsident der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft in Trier, Johann Aubart, bezeichnete die Erdstöße als "Jahrhundert-Erdbeben". Seinen Informationen zufolge lag das öffentliche Leben in Japan fast komplett still. "Die Telefone sind im Großraum Tokio stark gestört", sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd.

+++ 13.41 Uhr: Rund 2000 Anwohner einer Atomanlage in Japan sind aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, sollte das Gebiet um eine Atomanlage in der nordöstlichen Präfektur Fukushima im Umkreis von zwei Kilometern evakuiert werden.

+++ 13.31 Uhr: Nach dem Tsunami wird in der japanischen Küstenregion Miyagi ein Zug vermisst, wie die Agentur Kyodo berichtet.

+++ 13.28 Uhr: CNN berichtet, dass in Japan mehr als 80 Brände lodern - darunter das in einer Ölraffinerie.

+++ 13.24 Uhr: Die Internet-Suchmaschine Google hat nach dem schweren Erdbeben in Japan ihre englischsprachige Startseite geändert, um vor möglicherweise tödlichen Tsunami-Wellen zu warnen. Auf der Seite des US-Unternehmens hieß es direkt unter dem Such-Fenster: "Tsunami-Alarm für Neuseeland, die Philippinen, Indonesien, Papua-Neuguinea, Hawaii und andere Staaten. Die vom Erdbeben der Stärke 8,9 in Japan verursachten Wellen werden wahrscheinlich in den nächsten Stunden aufschlagen." Unklar blieb zunächst, ob Google wieder eine eigene Krisen-Seite einrichten wollte wie beispielsweise nach dem Erdbeben in Neuseeland im vergangenen Monat. 

+++ 13.22 Uhr: Die Behörden in Indonesien erwarteten für die Küstengebiete eine bis zu zwei Meter hohe Flutwelle. Für das Land galt eine Tsunami-Warnung für einen fast 1800 Kilometer langen Küstenabschnitt, der von der Provinz Nord-Sulawesi bis nach Papua reichte.

+++ 13.20 Uhr: Bundespräsident Christian Wulff hat an Japans Kaiser Akihito ein Beileidsschreiben gesandt. Er habe "mit außerordentlicher Bestürzung" von dem Erdbeben und dem Tsunami erfahren, schrieb Wulff am Freitag. Auch im Namen der Deutschen äußerte er seine "tief empfundene Anteilnahme".

+++ 13.19 Uhr: Das Erdbeben und der Tsunami vor der japanischen Ostküste könnten weitreichende Folgen für den gesamten Pazifikraum haben. "Das kann bis nach Hawaii und ins nördliche Südamerika reichen", sagte Joachim Saul vom Deutschen Geo-Forschungs-Zentrum in Potsdam der Nachrichtenagentur dapd. Abzuwarten sei, wie stark der Tsunami ausfalle. Nach seinen Angaben wird mit einer bis zu zehn Meter hohen Flutwelle gerechnet.

+++ 13.18 Uhr: Russland hat nach Angaben von CNN 11.000 Menschen von den Küstengebieten evakuiert.

+++ 13.07 Uhr Es gibt erste offizielle Zahlen. Demnach ist die Zahl der Toten auf 40 gestiegen. 39 weitere Menschen wurden Polizeiangaben zufolge am Freitag vermisst.

+++ 12.58 Uhr An der Japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf sorgte die Nachricht über das Erdbeben für Bestürzung. "Einige Kollegen machen sich schon große Sorgen", berichtet der Lehrer Alf Simanowski.

+++12.39 Uhr: Auch der russische Präsident Dmitri Medwedew bot Japan Hilfe an. "Wir stehen natürlich für unsere Nachbarn bereit, um mit den Folgen dieses sehr schweren Erdbebens klarzukommen", sagte Medwedew in im Fernsehen übertragenen Äußerungen.

+++ 12.38 Uhr: Die internationale Gemeinschaft hat Japan ihre Hilfe angeboten. 35 internationale Such- und Rettungsteams seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte die Sprecherin des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), Elisabeth Byrs, am Freitag in Genf. Die Einsatzkräfte verfolgten die Situation in Japan und stünden bereit, wenn das Land um Hilfe bitte. OCHA-Experten stünden im ständigen Austausch mit der japanischen Katastrophenschutzbehörde.

+++ 12.32 Uhr: Die philippinische Küstenwache sagte gegenüber CNN, bisher sei die Lage in dem Land normal, Evakuierungen seien aber durchgeführt worden sind. Man werde die Situation bis zum Morgen beobachten und bereite sich auf das Eintreffen einer Tsunami-Welle vor.

+++ 12.29 Uhr: Nach Schätzungen der deutschen Botschaft in Tokio lebten im Nordosten Japans etwa 100 Deutsche. Die Botschaft bemühe sich derzeit "mit Hochdruck", zu ihnen Kontakt herzustellen.

+++ 12.13 Uhr: Durch das Erdbeben sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Deutschen verletzt oder getötet worden. Es gebe bislang keine Hinweise auf deutsche Opfer, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Die Kommunikationsmöglichkeiten in dem Land seien derzeit allerdings nur sehr eingeschränkt.

+++ 12.10 Uhr: Der US-Präsident Barack Obama hat nach Berichten von CNN Japan ebenfalls Unterstützung und Hilfe zugesagt. Ebenso äußerte sich die UN in Genf gegenüber dem Sender.

+++12.06 Uhr: Japans Regierung mobilisiert Militär, Polizei, medizinische Rettungsteams und Feuerwehr.

+++ 11.53 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Japans Premierminister Naoto Kan deutsche Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des katastrophalen Erdbebens angeboten. Sie schrieb Kan nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Christoph Steegmans am Freitag, sie habe mit Bestürzung die Nachricht von dem Erdbeben aufgenommen. Die Kanzlerin sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und wünschte den Verletzten schnelle Genesung.

+++11.49 Uhr: Die japanische Fußball-J-League hat für das Wochenende alle Spiele abgesagt.

+++11.43 Uhr: Ein CNN-Reporter berichtet aus Waikiki auf Hawaii, dass die Hotelbesitzer aufgefordert worden seien, die Gäste in höher gelegene Gebiete zu evakuieren.

+++11.37 Uhr: Auch der US-Bundesstaat Hawaii und die Philippinen haben Evakuierungsmaßnahmen wegen eines drohenden Tsunamis eingeleitet. "Wir haben etwa vier Stunden, um die Küste zu räumen", sagte John Cummings vom Katastrophenschutzamt in der hawaiianischen Hauptstadt Honolulu. "Es sieht so aus, als wenn es sich um ein sehr ernstes Ereignis handelt." Die ersten Warnsirenen schlugen gegen 22 Uhr Ortszeit Alarm und sollten jede weitere Stunde losgehen. Die ersten Wellen sollten die Inselkette Hawaii gegen 2.55 Uhr Ortszeit treffen. Die Behörden organisierten Busse, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Auch auf den Philippinen wurden die Menschen aufgefordert, sich "weiter ins Landesinnere" zu begeben. Vor allem Menschen, die nahe der Pazifikküste lebten, werde "dringend geraten", die inneren Landesteile aufzusuchen, teilte der nationale Rat zu Risikoreduzierung mit.

+++11.27 Uhr: Unsere Mitarbeiterin Britta Krauß lebt seit einiger Zeit in Tokio, kurz vor dem Erdbeben war sie in die Schweiz verreist. Ihre jüngsten Informationen aus Tokio: Mütter rennen in die Schulen, um ihre Kinder nach Hause zu bringen. In den Lebensmittel-Geschäften, die 24 Stunden geöffnet haben, geht das Essen zur Neige. Der öffentliche Verkehr steht still. Die Eisenbahngesellschaft Japan Railways soll heute den ganzen Tag über noch ausfallen. Viele Bewohner können von ihren Arbeitsstellen nicht nach Hause kommen.

+++ 11.17 Uhr: Das Feuer in dem Atomkraftwerk im Nordosten betrifft das Turbinengebäude. Dies erklärte der Betreiber der Anlage.

+++ 11.16 Uhr: Das japanische Erdbeben gehört mit zu den zehn schwersten weltweit in den vergangenen Jahrzehnten. Laut der japanischen Meteorologiebehörde war es das schwerste Erdbeben in der Geschichte des Landes.

+++ 11.10 Uhr: Das Internet ist oft die einzige Möglichkeit, die Menschen in Japan zu erreichen: Ein Schuljunge hat live die Bilder der Sendungen des staatlichen Fernsehen NHK ins Internet gestellt - eigentlich ist das verboten. Doch der TV-Sender gab dem Jungen öffentlich und live die Erlaubnis dafür. Da das gesamte Strom- und Telefonnetz zusammengebrochen ist, können sich viele Japaner nur per Handys und Smartphone im Internet informieren.  

+++ 11.08 Uhr: Die auf Erdbebeneinsätze spezialisierte deutsche Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany aus Duisburg prüft einen möglichen Einsatz in Japan. "Es hängt davon ab, ob Japan um ausländische Hilfe bittet", sagt Michael Lesmeister, der gerade von einem Hilfseinsatz aus Tunesien zurückgekommen ist. Der erfahrene Retter, der unter anderem auch schon nach dem Erdbeben in Haiti vor Ort im Einsatz war, rechnet allerdings nicht damit, dass Japan um Hilfe ersucht. "Bei solchen Katastrophen ist es in Japan so, dass sie das Ausland raushalten wollen und die Situation alleine meistern wollen." Sollte sich die japanische Regierung dennoch dzu entscheiden, Hilfe aus dem Ausland anzunehmen, würde I.S.A.R. Germany umgehend mit bis zu 70 Helfern ins Katastrophengebiet fliegen.

+++ 10.58 Uhr: Laut der UN-Atomenergiebehörde IAEA sind die vier Kernkraftwerke, die dem Epizentrum am nächsten liegen, sicher abgeschaltet.

+++ 10.48 Uhr: Im Atomkraftwerk Onagawa der Firma Tohuko Elec ist ein Feuer ausgebrochen, wie die Agentur Kyodo meldet.

+++ 10.44 Uhr: Der Yen konnte sich im Handelsverlauf am Freitag nach dem schweren Seebeben vor Japans Küste von einem frühen Einbruch wieder erholen. In den Handelsräumen wurde darüber spekuliert, dass die Japaner - wie auch schon nach dem schweren Beben von Kobe im Jahr 1995 - Fremdwährungen wieder zurückführen.

+++ 10.43 Uhr: Die Kühlsysteme der Atomkraftwerke in der Region Fukushima sind nach Behördenangaben intakt, wie die Agentur Jiji meldet. Jiji zufolge ist keine Radioaktivität freigeworden.

+++ 10.40 Uhr: Die japanische Wetterbehörde gibt gerade eine Pressekonferenz und zählt die zahlreichen Regionen des Landes auf, die von der Tsunami-Warnung betroffen sind.  Es gebe eingestürzte Gebäude und die Gefahr von Erdrutschen. Die Bevölkerung sollte vorsichtig sein gerade in Bezug auf Nachbeben. Laut der Behörde habe das Erdbeben eine Stärke von 8,8 gehabt. US-Wissenschaftler sprechen von einer Stärke von 8,9.

+++10.37 Uhr: Die Agentur Jiji meldet, dass im AKW Tepco Fukushima Daiichi das Kühlsystem ausgefallen ist.

+++ 10.35 Uhr: Japans Ministerpräsident Kan schafft eine Sondereinheit zum Schutz von Anwohnern im atomaren Notfall, wie der Sender NHK berichtet.

+++ 10.23 Uhr: Das Auswärtige Amt hat eine Telefonnummer eingerichtet für Deutsche in Japan, die unmittelbar von dem Erdbeben betroffen sind. Für besorgte Angehörige in Deutschland richtete der Krisenstab die Telefonnummer 030-50003000 ein.

+++ 10.21 Uhr: Sony, einer der größten Exporteure des Landes, schloss einem Agenturbericht zufolge sechs Fabriken.

+++ 10.19 Uhr: Eine Korrespondentin von CNN berichtet aus Tokio, dass die Menschen zuhauf auf den Straßen stünden. Sie wüssten nicht, wohin sie gehen sollten. Die Reporterin spricht von einem massiven Infrastrukturproblem.

+++ 10.17 Uhr: Langsam kommen immer mehr Berichte über Tote, auch wenn die Lage noch unübersichtlich ist. Inzwischen ist von 19 Opfern die Rede. Mehrere der Opfer seien durch den Einsturz von Häusern getötet worden, hieß es in japanischen Medienberichten.

+++ 10.15 Uhr: Ministerpräsident Kan sagte in seiner kurzen Ansprache, die Menschen sollten jetzt zusammenstehen, ihren Familien und Nachbarn schnell helfen. Die Regierung tue alles, um die Auswirkungen des Bebens zu minimieren.

+++ 10.12 Uhr: Der Tsunami ist nach Angaben des Roten Kreuzes die größte Sorge nach dem Erdbeben im Pazifik vor Japan. Die Welle sei höher als manche Inseln in dem Ozean.

+++ 9.56 Uhr: Die Tsunami-Wellen soll die Inseln des Pazifischen Ozeans um folgende Uhrzeiten MESZ treffen: Hawaii gegen 14 Uhr, Tuvalu 14.30 Uhr, Kiribati 13.30 Uhr, Vanuatu 15.07 Uhr, Samoa 15.45 Uhr, Fidschi 16.30 Uhr, Französisch-Polynesien 18 Uhr. Die Regierungen sind informiert. Das Frühwarnsystem scheint zu funktionieren. Das Warnzenter erklärt, dass die Wellen sich über Stunden hinziehen können und die erste Welle nicht die größte sein muss.

+++ 9.55 Uhr: Das Erdbeben in Japan belastet auch den deutschen Aktienmarkt am Freitag. Der Leitindex Dax verlor bis 9.15 Uhr 1,0 Prozent auf 6.990 Punkte.

+++ 9.52 Uhr: Bei dem Beben sind der Agentur Jiji zufolge mehr als zehn Menschen getötet worden. Der Sender NHK berichtet von einem weiteren starken Nachbeben im Norden.

+++ 9.49 Uhr: Von den Tsunami-Warnungen im Pazifikraum sind lediglich die USA und Kanada ausgenommen. Die Tsunami-Warnungen betreffen 19 Länder.

+++ 9.49 Uhr: Die Tsunamia-Wellen werden am Abend ab 21 Uhr MESZ bis drei Uhr morgens auch die südamerikanischen Staaten Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru erreichen. Für die verschiedenen Küstenbereiche gibt es genaue Zeiten, wann die erste Welle das Land erreichen wird. Das Erdbeben in Japan wird auch dort zu Evakuierungen führen. Über die Größe der Wellen kann nur spekuliert werden.

+++ 9.45 Uhr: In Japan ist es jetzt Abend, was die Situation noch schwieriger macht.

+++ 9.36 Uhr: Auf der russischen Insel Sachalin sind in Erwartung eines Tsunamis rund 11.000 Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Nach Behördenangaben könnten mehrere Dörfer getroffen werden. Das Erdbeben selbst richtete auf Sachalin keine Schäden an.

+++ 9.34 Uhr: Auf Twitter gibt es schon mehr als 5000 Meldungen zu dem Erbeben. Auch im Internet wird die Bevölkerung offiziell gewarnt.

+++ 9.34 Uhr: Nach Angaben von Reedern sind alle Häfen in Japan geschlossen worden

+++ 9.24 Uhr: Die Behörden auf den Philippinen haben die Evakuierung von Ortschaften an der Ostküste angeordnet. Der Direktor des Instituts für Vulkanologie und Seismologie, Renato Solidum, sagte, die ersten einen Meter hohen Wellen würden am Nachmittag (Ortszeit, 10.00 Uhr MESZ) erwartet. Bewohner der Küste wurden aufgefordert, sich auf höher gelegenes Gelände zu begeben.

+++ 9.23 Uhr: Nach Medienberichten wurden inzwischen fünf Tote gemeldet.

+++ 9.21 Uhr: Der Tsunami traf der Agentur Kyodo zufolge unter anderem die Küstenregion nahe der Stadt Sendai mit einer Bevölkerung von rund einer Million.

+++ 9. 20 Uhr: Das Feuer in der Ölraffinerie in der Stadt Ichihara ist scheinbar außer Kontrolle.

+++ 9.11 Uhr: Das Erdbeben hat nach Angaben von Ministerpräsident Naoto Kan "großen Schaden" angerichtet. An den Atomkraftwerken in dem betroffenen Gebiet seien jedoch keine Schäden zu verzeichnen. Der Sprecher der japanischen Regierung erklärte, in das Katastrophengebiet würden Soldaten entsandt.

+++ 9.07 Uhr: Millionen Menschen sind ohne Strom, nachdem die Atomkraftwerke abgeschaltet wurden.

+++ 9.05 Uhr: Für die Marianen-Inseln wurde eine Evakuierung angeordnet.

+++ 9.03 Uhr: Das US-Tsunamiwarnzentrum dehnte die Tsunami-Warnung auf praktisch alle Küstengebiete am Pazifik aus. Dies gelte auch für Australien und Südamerika.

+++ 8.53 Uhr: In der Hauptstadt Tokio sind an 14 Orten Feuer ausgebrochen. Das meldet die Agentur Kyodo.

+++ 8.51 Uhr: Nach dem schweren Erdbeben in Japan ist der Yen am Freitag stark unter Druck geraten. Die japanische Währung fiel gegenüber dem Dollar auf ein Tagestief von 83,29 Yen, nachdem sie zuvor bei 82,80 Yen gelegen hatte.

+++ 8.31 Uhr: Die Tusnami-Welle erreichte nach den Medienberichten die Hafenstadt Sendai. Die Nachrichtenagentur Jiji meldete ein erstes Todesopfer aus der Region östlich von Tokio. Aus der an der Küste gelegenen Präfektur Miyagi wurden zudem zahlreiche Verletzte gemeldet.

+++ 8.30 Uhr: Indonesien gibt nach dem Beben in Japan eine Tsunami-Warnung heraus. Auch die taiwanischen Behörden geben nach dem Beben eine Tsunami-Warnung für die Nord- und Ostküste heraus. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum in Hawaii erklärte, eine Warnung vor Flutwellen gelte in Japan, Russland, die Marcus-Inseln sowie die nördlichen Marianen.

+++ 8.16 Uhr: Die westjapanische Präfektur Wakayama fordert rund 20.000 Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 8.11 Uhr: Außenminister Guido Westerwelle äußert sich im ZDF-Morgenmagazin und bietet die Hilfe Deutschland.

+++ 7.56 Uhr: Nach dem Beben sind vier Millionen Menschen im Großraum Tokio von Stromausfall betroffen, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Beben hatte eine Stärke von 8,9. In weiten Teilen des Landes wurde der Flug- und Zugverkehr eingestellt, so auch am Hauptstadtflughafen Narita. In Tokio wurde auch der U-Bahn-Verkehr eingestellt. Die Fahrgäste der U-Bahn in Tokio begannen zu schreien, als sie die Erdstöße spürten. Sie griffen nach den Händen der anderen Passagiere, um nicht zu stürzen.

+++ 7.49 Uhr: Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan ordnet an, dass das Militär die größtmöglichen Anstrengungen unternimmt, um auf das Beben zu reagieren. Dies meldet die Agentur Jiji. Mehrere Menschen sind im Norden des Landes durch Erdrutsche verschüttet worden, berichtet der Sender NHK.

+++ 7.43 Uhr: Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie Autos, Boote und ganze Gebäude hinweg gerissen wurden. Ein großes Schiff rammte frontal einen Wellenbrecher in der Stadt Kesennuma im Bezirk Miyagi, wie Aufnahmen des TV-Senders NHK zeigten. Aus Tokio lagen Berichte über Verletzte vor. 

+++ 7. 24 Uhr: In der Hauptstadt Tokio sind allein sechs größere Brände ausgebrochen. Auch eine Ölraffinerie steht in Flammen.

+++ 7.17 Uhr: Wie die japanische Wetterbehörde mitteilte, ereignete sich das Beben um 14:46 Otszeit in einer Tiefe von zehn Kilometern, etwa 80 Kilometer vor der Ostküste. Die Erschütterungen waren auch in Tokio zu spüren. Auch hier wurden mehrere Menschen verletzt. Japan ist besonders gefährdet.

+++ 6.56 Uhr: Ein schweres Erdbeben hat am Freitag Tokio erschüttert. Zahlreiche Bewohner der japanischen Hauptstadt liefen in Panik auf die Straße. Die Behörden gaben umgehend eine Tsunami-Warnung aus.

(csi)
 
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