| 14.03 Uhr

Feuerwehr sieht tatenlos zu
Rollstuhlfahrerin stirbt durch 150 Hornissenstiche

Japan: Rollstuhlfahrerin stirbt durch Hornissenstiche - Feuerwehr sieht zu
Eine Hornisse. FOTO: dpa
Tokio . In Japan ist eine 87-jährige Rollstuhlfahrerin durch 150 Stiche von Riesenhornissen zu Tode gekommen. Feuerwehrleute standen daneben, konnten aber nicht eingreifen.

Als die Frau mit einem Betreuer auf dem Heimweg gewesen sei, sei sie von einem Schwarm Riesenhornissen angegriffen worden, teilte die Feuerwehr am Freitag mit.

Der Betreuer habe die Feuerwehr verständigt, die Einsatzkräfte hätten aber nicht sofort zu der alten Dame vordringen können, weil sie keine Schutzkleidung gehabt hätten.

Nach der Insektenattacke, die etwa 50 Minuten dauerte, wurde die Frau schließlich ins Krankenhaus gebracht. Dort sei sie am folgenden Tag gestorben, teilte die Feuerwehr mit.

"Es war ein ungewöhnlicher Einsatz für uns", sagte ein Feuerwehrmann. Die tödliche Hornissenattacke ereignete sich den Angaben zufolge bereits Mitte September, machte aber erst am Freitag in Japan Schlagzeilen.

Nach Angaben des japanischen Rundfunksenders NHK sterben in Japan jedes Jahr etwa 20 Menschen an Hornissenstichen. Die japanische Forstbehörde rät zum Schutz vor den gefährlichen Stichen, sich von Hornissennestern fernzuhalten, eine Schutzjacke zu tragen und ein Anti-Wespen-Spray bei sich zu tragen.

(csr/AFP)
 
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