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Zwei Mörder hingerichtet
Japan vollstreckt erneut Todesurteile

Tokio. Japan hat zwei verurteilte Mörder hingerichtet. Masakatsu Nishikawa und Koichi Sumida seien gehängt worden, teilte das Justizministerium in Tokio mit. Damit stieg die Zahl der Hinrichtungen seit dem Amtsantritt des konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe Ende 2012 auf 19. 

Der 61-jährige Nishikawa hatte japanischen Medienberichten zufolge 1991 vier Barbesitzerinnen getötet. Der 34 Jahre alte Sumida brachte demnach 2011 eine Arbeitskollegin um. Die Vollstreckung der Todesurteile am Donnerstag wurde von Justizminister Katsutoshi Kaneda genehmigt, wie Regierungssprecher Yoshihide Suga mitteilte.

Japan ist neben den USA das einzige große Industrieland, das weiterhin die Todesstrafe vollstreckt. Trotz Protesten der EU-Staaten und von Menschenrechtsgruppen unterstützt die große Mehrheit der Japaner die Todesstrafe. Gegner kritisieren unter anderem, dass Todeskandidaten in Japan oft jahrelang in Einzelhaft auf ihre Hinrichtung warten, deren Zeitpunkt ihnen dann nur wenige Stunden vorher angekündigt wird.

(oko/AFP)
 
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