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Klinik der Ärzte ohne Grenzen
Mindestens 15 Tote bei Luftangriff auf Krankenhaus im Jemen

Sanaa. Erst am Samstag sorgte ein Luftangriff auf eine Schule im Jemen für Entsetzen, nun wurden bei einem weiteren Angriff auf ein Krankenhaus nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 25 weitere verletzt.

Das teilte der Gesundheitsdirektor Aiman Madkur der Provinz Hadscha am Montag mit. Bei der Klinik handele es sich um eine von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz. Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder.

Der Luftangriff sei von der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens ausgeführt worden, sagte Madkur. Die Region werde von den Huthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis militärisch vorgeht. Augenzeugen berichteten, der Luftangriff habe die Notaufnahme der Klinik getroffen. Rettungsteams seien im Einsatz. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen.

Mindestens zehn Kinder bei Luftangriff getötet

Das saudisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen. Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule in der Nachbarprovinz Saada mindestens zehn Kinder getötet worden.

Der seit Anfang 2014 andauernde Konflikt im Jemen verschärft sich, seit die Friedensgespräche zwischen Hadis Regierung und den Rebellen am 6. August abgebrochen wurden.

Mehrheit auf humanitäre Hilfe angewiesen

Allerdings will die Militärkoalition nach eigenen Angaben wieder den Anfang August geschlossenen Flughafen in der Hauptstadt Sanaa für Hilfslieferungen öffnen. Hilfsorganisationen hatten die Schließung kritisiert, dadurch sei das Leben von Millionen Menschen bedroht.

Der Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel gehört zu den ärmsten Ländern der arabischen Welt. Vier Fünftel der gut 26 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen sind ohne sauberes Trinkwasser und ausreichende medizinische Versorgung.

(isw/dpa)
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