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Wikileaks-Gründer
Assange bietet NSA-Untersuchungsausschuss Hilfe an

Julian Assange bietet NSA-Untersuchungsausschuss Hilfe an
Julian Assange will dem NSA-Untersuchungsausschuss helfen. FOTO: dpa, mpc ase nic tba
Berlin. Eine hochkarätige Stimme könnte im Bundestag für Aufklärung sorgen: Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat sich dem NSA-Untersuchungsausschuss als Zeuge angeboten.

"Ich würde mich freuen, wenn die Abgeordneten zu mir kämen, um ihre Fragen zu stellen", sagte Assange dem "Spiegel". Er könne ihnen insbesondere über die US-Listen mit überwachten deutschen Politikern inklusive Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Auskünfte erteilen. Ausschussmitgliedern würde er die unlängst von Wikileaks veröffentlichten Listen auch ungeschwärzt übergeben, so Assange.

Die Entwicklung der 2006 von ihm und anderen Aktivisten begründeten Enthüllungsplattform sieht der Australier positiv. "Wir ertrinken im Material", sagte Assange. In den vergangenen Monaten habe es einen erheblichen Nachschub an Geheimdokumenten gegeben. Obwohl er seit über drei Jahren die ecuadorianische Botschaft in London nicht verlassen kann, sieht er Wikileaks stabilisiert. "Wir haben die Kontensperre überwunden", sagt Assange. "Keiner unserer Mitarbeiter ist im Gefängnis. Wir haben es noch drauf." Wikileaks schien über längere Zeit auch nach einem Führungsstreit weitgehend lahmgelegt.

Gegen Assange wird in Schweden wegen sexueller Belästigung zweier Frauen ermittelt. Er bestreitet die Vorwürfe. Nachdem er in Großbritannien alle Rechtsmittel gegen ein Auslieferungsgesuch ausgeschöpft hatte, floh er im Juni 2012 in die Botschaft Ecuadors in London, wo ihm zwei Monate später politisches Asyl bewilligt wurde.

 

(dpa)
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