Bundesrichter: Kalifornien muss Gift in Todesspritzen überprüfen
zuletzt aktualisiert: 15.02.2006 - 06:57San Francisco (rpo). Todeskandidaten in Kalifornien werden mit einer Giftspritze hingerichtet. Jetzt hat ein Bundesrichter entschieden, dass die Zusammensetzung des Giftcocktails überprüft werden muss.
Richter Jeremy Fogel entschied am Dienstag, dass die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Mörders Michael Morales zwar am 21. Februar vollzogen werden könne, dabei aber ein möglichst schnell wirkendes Gift eingesetzt werden müsse.
Bei der Hinrichtung müsse zum einen "dem staatlichen Interesse an der Exekution" Rechnung getragen, zum anderen aber ein "unzulässiges Risiko extremer Leiden" ausgeschlossen werden, urteilte Fogel.
Die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger Morales' hatten gemeinsam die Befürchtung geäußert, dass das vorgesehene Mittel zur Bewirkung des Herzstillstands "qualvolle" Schmerzen hervorrufen könne.
Morales war wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer 17-Jährigen 1981 zum Tode verurteilt worden.
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