kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Inzest-Fall von Amstetten: Kampusch rät Opfern von Interviews ab

zuletzt aktualisiert: 01.05.2008 - 08:19

Hamburg (RPO). Sie kann wohl so gut wie kaum eine Andere nachvollziehen, was die Opfer von Amstetten gerade durchmachen. Jetzt hat Natascha Kampusch, selbst über Jahre gefangen und missbraucht, den Opfern des Inzest-Falls zur Zurückhaltung gegenüber den Medien geraten. Und umgekehrt die Medien aufgefordert, die Opfer nicht zu bedrängen.

Foto: ORF/Ali Schafler

"Ich hoffe, die Medien haben im Zuge meines Falles etwas dazugelernt", sagte Kampusch am Mittwochabend in der NDR-Sendung "Menschen und Schlagzeilen". Kampusch selbst hatte bald nach ihrer Befreiung ein Fernseh-Interview gegeben. Elisabeth F. solle sich dies genau überlegen, könne sich aber nicht gegen den Ansturm der Medien wehren, erklärte Kampusch.

Die Flucht aus dem Kerker sei Elisabeth F. wahrscheinlich auch deshalb nie geglückt, weil sie große Angst gehabt habe: "Es hat etwas damit zu tun, das der Täter alles daran setzt, die Opfer einzuschüchtern", vermutete Kampusch. "Irgendwann zweifelt man so an sich selbst, dass man nicht mehr weglaufen kann", sagte sie.

"Sehr viele Parallelitäten"

Der Fall von Amstetten erinnere sie an ihr eigenes Drama: "Je mehr Informationen ich hatte, desto mehr kam mir in den Sinn, dass es sehr viele Parallelitäten hatte". Das Schicksal der 42-jährigen Elisabeth F. habe bei ihr große Betroffenheit ausgelöst.

Die Frau war 24 Jahre lang von ihrem Vater in einem Keller unter dem Wohnhaus der Familie festgehalten worden. Dort hatte sie der heute 73-Jährige regelmäßig zum Inzest gezwungen und insgesamt sieben Kinder mit ihr gezeugt.

Natascha Kampusch hat bereits am Montag angekündigt, die Opfer unterstützen zu wollen. Inzwischen hat sie 25 000 Euro als Soforthilfe für die Opfer gespendet, außerdem ein Spendenkonto eingerichtet. Sie möchte sich auch mit Elisabeth F. zu einem Gespräch treffen, sobald diese dazu bereit sei.

Natascha Kampusch war als zehnjähriges Mädchen entführt und achteinhalb Jahre lang in einem Kellerraum gefangen gehalten worden. Im August 2006 gelang ihr die Flucht. Sie lebt heute alleine in Wien und holt die versäumte Schulbildung mit der Hilfe von Privatlehrern nach.

Unsere gesamte Berichterstattung zum Inzest-Fall von Amstetten finden Sie hier.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
SEK findet Waffen bei Rocker-Razzia

Fehde zwischen Bandidos und Hells Angels

SEK findet Waffen bei Rocker-Razzia

Nach der Massenschlägerei zwischen "Hells Angels" und "Bandidos" in Mönchengladbach vor knapp drei Wochen hat die Polizei zwei Verdächtige i ... mehr 

Schwerer Verkehrsunfall auf der A1

Dönerspieße über Leitplanke geschleudert

Auf der A 1 ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Wagen, der Dönerspieße transprotierte, war in den Unfall verwickelt. mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

Fehde zwischen Bandidos und Hells Angels

SEK findet Waffen bei Rocker-Razzia

Schwerer Verkehrsunfall auf der A1

Dönerspieße über Leitplanke geschleudert

Der Winter ist noch nicht vorbei

Tiefdruckgebiet "Maike" bringt Blitzeis

Größte Radarkontrolle in NRW

Minister kündigt neuen Blitz-Marathon an

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Tier liefert 50.000 Kilowattstunden Strom

Belgier machen Biosprit aus totem Wal

Ein gestrandeter Pottwal wird in Belgien zu Biosprit verwandelt. Der Meeressäuger war diese Woche am Strand des Seebades Knokke-Heist angespült worden und verendet. mehr

 
 

Vor Parlamentswahl in Slowakei

Massenproteste gegen Korruptions-Skandal

 
 

Mord am serbischen Ministerpräsidenten

Mittäter bei Djindjic-Mord in Spanien gefasst

 

Ein Toter und fünf Verletzte

Autofahrer rast in Zürich in Menschenmenge

Top-Services