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Verkaufsschlager in Kanada
Marihuana-Adventskalender findet reißenden Absatz

Kanada: Marihuana-Adventskalender 2017 findet reißenden Absatz
Eine Cannabis-Pflanze (Symbolbild). FOTO: dpa
Ottawa. Sie sind zwar illegal, erfreuen sich aber großer Beliebtheit: In Kanada sind derzeit Marihuana-Adventskalendern ein Renner. Die Kalender enthalten unter anderem mit der Droge versetztes Weihnachtsgebäck.

Lorilee Fedler vom Online-Versandhandel Coast to Coast Medicinals sagte, ihr Unternehmen komme mit der Produktion der berauschenden Adventskalender kaum hinterher. 700 Stück seien bereits ausgeliefert worden, 2000 Bestellungen konnte die in Vancouver ansässige Firma aber noch nicht zustellen.

"Wir haben vielleicht 20 oder 30 Bestellungen erwartet", sagte Fedler. "Wir dachten einfach, es wäre etwas Lustiges und Anderes für Erwachsene."

Weil die Nachfrage nun so enorm sei, habe sie eine Reihe von Freunden eingespannt, um genügend Adventskalender herzustellen. Die Kalender mit der Aufschrift "Merry Cannabis" sind mit Rentieren verziert und entalten 26 Gramm getrocknetes Cannabis sowie mit der Droge versetztes Weihnachtsgebäck. Für den Adventsrausch verlangt Fedlers Firma zwischen 200 und 230 kanadische Dollar (130 bis 150 Euro).

In Kanada ist Marihuana derzeit nur für die medizinische Nutzung etwa durch Schmerzpatienten freigegeben. Ab Juli soll auch der Konsum zur Entspannung erlaubt sein. Fedler räumte ein, dass der Cannabis-Adventskalender nach derzeit geltendem Recht illegal sei.

Die Polizei habe aber bislang keine Einwände erhoben. Und angesichts des Erfolgs des Adventskalenders plant Fedler nun bereits ähnliche Marihuana-Produkte zum Valentinstag und zu Ostern.

(ate/afp)
 
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