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Kayla Mueller
US-Geisel von IS-Führer vor ihrem Tod vergewaltigt

IS-Geisel Kayla Jean Mueller - gestorben, weil sie helfen wollte
IS-Geisel Kayla Jean Mueller - gestorben, weil sie helfen wollte FOTO: afp, MDH/ljm
Bahdad. Die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) entführte US-Bürgerin Kayla Mueller ist einem Medienbericht zufolge vor ihrem Tod vom IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi vergewaltigt worden. Er habe die 26-Jährige persönlich zum Haus des IS-Schatzmeisters Abu Sajjaf gebracht, berichtete der US-Fernsehsender ABC am Freitag.

Dort habe er sie regelmäßig sexuell missbraucht. Der Sender zitierte US-Geheimdienstverteter und Muellers Eltern. Diese sagte, sie seien von der Regierung informiert worden, dass ihre Tochter gefoltert und von al-Bagdadi vergewaltigt worden sei.

Abu Bakr al-Bagdadi soll Kayla Mueller vergewaltigt haben. FOTO: dpa

Mueller hatte für eine Hilfsorganisation im syrischen Aleppo gearbeitet, als sie im August 2013 entführt worden war. Nach IS-Angaben wurde sie im Februar bei einem US-Luftangriff auf das Haus von Abu Sayyaf unter Trümmern verschüttet. US-Vertreter sagen, die Umstände ihres Todes seien weiter unklar.

Abu Sayyaf wurde seinerseits im Mai bei einer US-Kommandoaktion in der syrischen Stadt Al-Omar getötet. Laut ABC widerlegen die neuen Angaben Gerüchte, wonach Mueller sich willentlich al-Bagdadi hingegeben habe. Die Gerüchte hatten ihre Familie zutiefst erschüttert.

(AFP)
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