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Südsomalia
Kenia zieht Friedenstruppen ab

Kenia: Gebiet an Al-Shabaab überlassen
Al-Shabaab-Kämpfer töteten nach eigenen Angaben rund 100 Soldaten bei einem Angriff im Januar. FOTO: ap
Mogadischu. Rund zehn Tage nach einem schweren Angriff der Al-Shabaab-Miliz auf den Stützpunkt in El-Ade hat sich das kenianische Militär am Dienstag aus den umkämpften Orten zurückgezogen.

Nach einem Angriff der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab auf kenianische Truppen im Süden Somalias hat sich das Militär aus den umkämpften Orten zurück gezogen. Kämpfer der Al-Shabaab kontrollierten nun die strategisch bedeutenden Orte Badhaade in der Region Lower Juba und El-Ade in Gedo, sagten örtliche Stammesälteste am Dienstag. Ein ranghoher somalischer Militärkommandeur bestätigte den Rückzug der kenianischen Friedenstruppen aus den beiden Orten. 

Al-Shabaab zufolge wurden bei dem Angriff auf den Stützpunkt in El-Ade etwa 100 kenianische Soldaten getötet. Die Regierung in Nairobi weigert sich bislang, Angaben zur Zahl der Opfer zu machen. Am Mittwoch sollte im westkenianischen Eldoret eine Gedenkmesse für die Opfer des Angriffs gelesen werden. Neben dem kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta wurde dazu unter anderem auch sein Amtskollege aus Nigeria erwartet, Muhammadu Buhari. 

Kenia ist immer wieder Ziel von Al-Shabaab-Angriffen, da sich das Militär des Landes im Rahmen der Friedensmission der Afrikanischen Union (Amisom) federführend an der Bekämpfung der Islamisten im Nachbarstaat beteiligt. Die sunnitischen Extremisten kämpfen um die Vorherschaft in Somalia. 

(jf/dpa)
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