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Clarence David Moore
Kleinkrimineller stellt sich nach fast 40 Jahren Flucht

Clarence David Moore: Kleinkrimineller stellt sich nach fast 40 Jahren Flucht
Der einst als Kleinkrimineller verurteilte Clarence David Moore rief beim Revier in Frankfort an und erntete zunächst Unglauben. FOTO: ap
Frankfort. 1967 wurde er wegen Diebstahls von 200 Dollar verurteilt. Sieben Jahre sollte er ins Gefängnis. Doch Clarence David Moore brach immer wieder aus. Schließlich tauchte er unter.

Nach fast 40 Jahren auf der Flucht und in Verstecken hat sich ein 66-jähriger Amerikaner in Kentucky der Polizei gestellt. Der einst als Kleinkrimineller verurteilte Clarence David Moore rief beim Revier in Frankfort an und erntete zunächst Unglauben.

Doch schließlich rückte eine Streife aus und fand den schwer kranken Flüchtigen im Bett, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Der Mann sei in Tränen ausgebrochen, sagte County Sheriff Pat Melton. "Er sieht fast aus wie 90." Er kam ins Krankenhaus.

Moore war in den 1970er Jahren drei Mal aus Polizeigewahrsam geflohen und hatte schließlich im Verborgenen ein unauffälliges Leben geführt. Mindestens seit 2009 lebt er in Kentucky. Nach einem Schlaganfall ist er schwer krank und kann nur noch schwer sprechen. Ohne legalen Status bekam er wohl kaum ärztliche Versorgung. Das könnte ihn bewogen haben, sich zu stellen, sagte Melton. Die Frau, die mit Moore zusammen lebte, hatte nach eigenen Angaben keine Ahnung über die Vorgeschichte. "Es hat sie umgehauen, als das passierte", sagte Melton.

Moore war zunächst 1967 wegen Diebstahls von gut 200 Dollar in North Carolina zu bis zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, wie aus behördlichen Unterlagen hervorgeht. Bei Straßenarbeiten als Häftling gelang ihm die Flucht. 1971 wurde er wieder gefasst, dann entkam er im Jahr drauf erneut. Drei Jahre später kam er nochmals hinter Gitter, bis er im August 1976 aus dem Gefängnis ausbrach und untertauchte.

Sheriff Melton sagte, es sei nicht klar, was für ein Leben Moore vor seiner Ankunft in Kentucky geführt habe. Bekannt sei nur, dass er eine Weile an der Ostküste auf Schiffen gearbeitet habe. Dass er seit 2009 in Frankfort lebte, ist aus Akten über einen Autounfall bekannt.
Gegen ihn wurde Anzeige erstattet, weil er keinen Führerschein hatte.

Zum Gerichtstermin erschien er nicht, was ihm eine weitere Anzeige wegen Missachtung des Gerichts einbrachte. In dem Fall wurde er unter dem Namen Ronnie T. Dickinson geführt. Zeitweise nutzte er wohl auch andere Decknamen.

Nachbar Richard Colyer sagte, er habe Moore als Dickinson gekannt. Er sei ein zurückhaltender Mann, der vor drei oder vier Jahren ins Viertel gezogen sei. Manchmal habe er auf seiner Veranda gesessen und auf die Post gewartet.

(ap)
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