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1,1 Tonnen Rauschgift sichergestellt
Kolumbianer fassen mutmaßlichen deutschen Drogenhändler

Bogotá. Die kolumbianische Polizei hat einen Deutschen festgenommen, der Drogen für eines der größten Rauschgift-Kartelle des Landes geschmuggelt haben soll. Dem 35-Jährigen drohen 25 Jahre Haft.

Die kolumbianische Polizei hat einen mutmaßlichen deutschen Drogenschmuggler gefasst, der mit einem der größten Rauschgift-Kartelle des Landes zusammengearbeitet haben soll. Der 35-Jährige sei am Mittwoch in seinem Haus in Cartago im Westen Kolumbiens festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Im Rahmen eines Anti-Drogen-Einsatzes seien elf weitere Verdächtige in anderen Städten gestellt worden. Die Bande soll tonnenweise Kokain von Kolumbien nach Panama und in andere mittelamerikanische Länder geschmuggelt haben. Von dort sei das Rauschgift in die USA gebracht worden, hieß es in Medienberichten.

Kontakte zum Drogenkartell des Úsuga-Clans

Der 35-Jährige soll enge Verbindungen zu Dairo Úsuga alias "Otoniel" gehabt haben, dem Chef eines berüchtigten Drogenkartells und einem der meistgesuchten Kriminellen des Landes.

Der Deutsche, der auch unter dem Beinamen "El Ruso" (Der Russe) bekanntgewesen sei, habe den Ankauf von Kokain und den Transport mittels Kurieren bis zur Grenze organisiert, teilte die Polizei mit. Nach Zeitungsberichten drohen ihm im Falle einer Verurteilung bis zu 25 Jahre Haft.

Im Zuge der zehn Monate dauernden Ermittlungen stellten die Fahnder rund 1,1 Tonnen Rauschgift und fast 200 000 Dollar sicher. Der Úsuga-Clan ist eines der berüchtigtsten Drogenkartelle Kolumbiens.

(rent/dpa)
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