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Guerillaorganisation
Kolumbianischer Präsident begnadigt 30 Farc-Rebellen

Kolumbien: Juan Manuel Santos begnadigt 30 Farc-Rebellen
Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (Archivbild). FOTO: dapd, Fernando Vergara
Bogotá. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat 30 inhaftierte Rebellen der Guerillaorganisation Farc begnadigt. Es ist das erste Mal, dass Rebellen offiziell begnadigt wurden.

Es sei eine Geste des guten Willens, um Vertrauen in den laufenden Friedengegesprächen zwischen seiner Regierung und der Farc aufzubauen, erklärte der Staatschef am Sonntag. Er betonte, dass keinem von ihnen schwere Verbrechen zur Last gelegt werden. 106 weitere Rebellen sollen in eigene Bereiche in den kolumbianischen Gefängnissen verlegt werden.

Santos will die seit Ende 2012 laufenden Friedensverhandlungen in Havanna bis März kommenden Jahres zu einem Abschluss bringen. Vergangene Woche entsandte er seinen Bruder Enrique nach Kuba, um mit Vertretern der Rebellen zu verhandeln.

Der Konflikt hat seit 1958 mehr als 220.000 Menschen das Leben gekostet.

 

(lsa/ap)
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