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Nach Entführungen
Massengräber mit 36 Leichen im Kongo entdeckt

Beni. Menschenrechtler haben im Osten der Demokratischen Republik Kongo zwei Massengräber mit mehr als 36 Leichen entdeckt. Die Toten, die im Dorf Buleusa gefunden worden, seien kürzlich von bewaffneten Rebellen aus Buleusa und Umgebung entführt worden.

Das sagte ein Vertreter einer örtlichen Menschenrechtsgruppe, Georges Katsongo, am Freitag. In einem der Gräber lägen 36 Leichen, hieß es. Die Anzahl der Toten in dem zweiten Grab blieb am Freitag zunächst unklar.

Es wird vermutet, dass Hutu-Rebellen der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) hinter den Entführungen stecken. Die FDLR-Rebellen aus dem benachbarten Ruanda kämpfen Berichten zufolge gegen den Einfluss der Tutsi im Ostkongo.

Die Flucht von mehr als einer Million Menschen in den Ostkongo nach dem Völkermord in Ruanda 1994 löste die Kongokriege von 1996 bis 2003 aus. Seitdem sind Dutzende bewaffneter Gruppen im Ostkongo aktiv.

(dpa)
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