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Post aus Paris
Kuba gibt irrtümlich zugesandte Luft-Boden-Rakete an USA zurück

Washington. Sie war versehentlich an den Karibikstaat gesandt worden, nun hat Kuba eine amerikanische Luft-Boden-Rakete an die USA übergeben.

Ein Team von US-Experten inspizierte die Lenkwaffe vom Typ Hellfire und brachte sie am Samstag (Ortszeit) in ihr Heimatland zurück, wie die Regierung in Havanna mitteilte. In Washington bestätigte Außenamtssprecher Mark Toner den Vorgang.

Laut der kubanischen Regierung hatten Zollbeamte die Rakete 2014 bei einer Routineinspektion von Frachtgut aus Paris entdeckt. Es habe sich dabei um einen "Irrtum" gehandelt.

Für das Versehen wurde der Hersteller Lockheed Martin verantwortlich gemacht, der die Rakete für eine Nato-Übung in Europa zur Verfügung gestellt hatte.

Das Geschoss war inaktiv und enthielt keinen Sprengstoff. Doch gab es Sorge, dass Kuba Erkenntnisse über die Technologie mit Ländern wie Nordkorea oder Russland teilen könnte, die mit den USA im Clinch liegen. Die Rückgabe der Rakete brachte Außenamtssprecher Toner nicht zuletzt mit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Havanna in Verbindung.

Hellfire-Raketen sind lasergesteuert, wiegen rund 45 Kilo und können von Angriffshelikoptern vom Typ Apache oder einer unbemannten Drohne abgefeuert werden.

(ap)
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