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Toter in Landover
Lebensmüder Mann schießt vor Polizeiwache um sich

Landover: Lebensmüder Mann schießt vor Polizeiwache um sich
Das tödliche getroffene Opfer der Schießerei: Jacai Colson. FOTO: dpa, ks
Cheverly. In den USA hat ein Mann eine Polizeiwache mit Schüssen attackiert, um bei dem Feuergefecht mit den Beamten zu sterben.

Bei einer darauffolgenden Schießerei sei jedoch ein Beamter versehentlich von einem Kollegen tödlich getroffen worden, teilte Polizeichef Hank Stawinski am Montag im Prince George's County vor den Toren der Hauptstadt Washington mit. Es habe sich um eine grundlose Attacke gehandelt.

Der mutmaßliche Angreifer wurde schwer verletzt, dürfte den Angaben zufolge überleben. Er wurde festgenommen, ebenso seine als mögliche Komplizen identifizierten Brüder. Diese sollen das Feuergefecht mit ihren Handys gefilmt haben.

Die Attacke ereignete sich den Angaben zufolge am Sonntagnachmittag in Landover. Zunächst habe der Verdächtige sein Testament formuliert und sich dann von seinen Brüdern zur Polizeiwache fahren lassen. Dort angekommen, habe er auf vorbeifahrende Autos und sogar auf einen Krankenwagen gefeuert, um die Beamten nach draußen zu locken.

In der Folge entspann sich ein Feuergefecht, bei dem ein ziviler Drogenermittler unabsichtlich von einem seiner Kollegen getroffen worden sei, sagte der sichtlich mitgenommene Stawinski. Er würdigte das "extreme Heldentum" des Beamten, der später in einer Klinik für tot erklärt wurde.

Augenzeugin Lascelles Grant sagte der "Washington Post", der Schütze sei schwarz gekleidet gewesen. "Er hat einen Schuss abgefeuert und fing dann an, auf und ab zu gehen, dann gab noch einen Schuss ab", sagte sie. Dann seien viele Polizisten herausgekommen, obwohl das sehr gefährlich gewesen sei.

(felt/ap)
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