kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Schweinegrippe: Landwirt hat offenbar Schweine angesteckt

zuletzt aktualisiert: 03.05.2009 - 11:54

Mexiko-Stadt/Montreal (RPO). Das Schweinegrippe-Virus breitet sich weltweit weiter aus: Die Zahl der Toten in Mexiko durch die Grippe ist laut Regierungsangaben auf 19 gestiegen, 473 Menschen seien erkrankt. In Deutschland gibt es zwei neue bestätigte Infizierungen. Unterdessen meldet Kanada die ersten Infizierungen von Schweinen.

Die Zahl der bestätigten Schweinegrippe-Erkrankungen in Deutschland hat sich auf acht erhöht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben sich zwei Verdachtsfälle in Brandenburg bestätigt. Dabei handelt es sich um ein Ehepaar, das im selben Flugzeug aus Mexiko saß wie die aus Hamburg stammende infizierte Frau, wie RKI-Präsident Jörg Hacker am Sonntag in Berlin mitteilte.

Hacker betonte angesichts der neuen Fälle, dass keine Entwarnung gegeben werden könne. Mit weiteren Erkrankungen in Deutschland müsse gerechnet werden.

Am Samstag war in Bayern der zweite Fall aufgetreten, in dem sich ein Mensch innerhalb Deutschlands infiziert hatte. Ärzte in Deutschland müssen seit Sonntag alle Fälle der neuen Grippe an die Gesundheitsämter melden.

Weitere Artikel

Im Ursprungsland Mexiko weitet sich die Grippe unterdessen weter aus. Die Bürger müssten weiterhin versuchen, sich vor dem Virus zu schützen, sagte Mexikos Gesundheitsminister José Angel Córdova am Samstag auf einer Pressekonferenz. Weltweit hat die Schweinegrippe bislang 20 Menschen das Leben gekostet, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Gesundheitsbehörden sind mehr als 700 Erkrankungen bestätigt. Mit dem zweiten Fall einer Mensch-zu-Mensch-Infektion gibt es in Deutschland inzwischen sechs Patienten.

Erstmals haben sich unterdessen auch in Kanada Schweine mit der derzeit bei Menschen vorkommenden Schweinegrippe infiziert. Das Virus H1N1 sei bei einem Bestand in der Provinz Alberta nachgewiesen worden und die Tiere hätten sich "sehr wahrscheinlich" bei einem Landwirt infiziert, der kürzlich aus Mexiko zurückkam, teilte die Lebensmittelbehörde am Samstag mit. Experten bemühten sich, Ängste vor dem Verzehr von infiziertem Fleisch zu zerstreuen.

Der betroffene Landwirt war den Angaben der Behörden am 12. April mit Grippe-Symptomen aus Mexiko zurückgekehrt und zwei Tage später wieder zur Arbeit erschienen. Der Mann sei inzwischen genesen. Auch den Schweinen gehe es gut, erklärte die Behörde. Sicherheitshalber sei der Bestand unter Quarantäne gestellt worden. Die Erkrankung habe schnell festgestellt werden können, weil Tierbestände in Kanada sehr genau überwacht würden, hieß es. Für den Nachweis des Grippe-Virus sei ein Schnelltest angewandt worden, der eigentlich für Menschen entwickelt worden sei. Etwa zehn Prozent der rund 2200 Tiere in dem Betrieb seien infiziert gewesen.

Die Übertragung von Grippeviren vom Menschen auf Schweine sei nicht ungewöhnlich, betonte Brian Evans von der Lebensmittelbehörde. "Schweine können sich mit menschlichen Influenza-Viren anstecken genauso wie mit Schweinegrippe-Viren oder der Vogelgrippe," sagte Evans. In Schweinen könnten sich nach Ansicht von Experten deshalb gefährliche neue Influenza-Viren mischen. Gleichwohl sei die Gefahr einer Übertragung von Viren vom Schwein auf den Menschen "sehr gering", beteuerte die kanadische Behörde. Schweinefleisch müsse ohnehin vor dem Verzehr gekocht werden.

Nachdem wegen der Schweinegrippe bedeutenden Abnehmer wie China oder Russland Handelsbeschränkungen für Schweinefleisch und Schweineprodukte aus Mexiko, den USA und Kanada erlassen haben, betonten mehrere internationale Organisationen erneut, dass dies nicht begründet sei. Schweinefleisch sei nicht infektiös, wenn die Regeln der Hygiene beachtet würden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Welternährungsorganisation (FAO), die Welthandelsorganisation (WTO) und die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in einer gemeinsamen Erklärung mit. Gleichwohl sei es wichtig, dass die Tierbestände von den Veterinärbehörden überwacht würden, um mögliche Zusammenhänge von Krankheitszeichen bei Schweinen mit Fällen von Infektionen beim Menschen zu erkennen.

Nach Angaben der kanadischen Regierung haben sich in Kanada 85 Menschen mit dem Influenza-Virus H1N1 infiziert. In Mexiko, wo das Virus sehr wahrscheinlich seinen Ursprung hatte, meldeten die Behörden 473 Krankheitsfälle.

Quelle: AP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Die Bundesanwaltschaft hat zwei weitere mutmaßliche Unterstützer der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ... mehr 

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Knapp drei Wochen nach lebensgefährlichen Schüssen auf eine 24-Jährige im niedersächsischen ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Drei Wochen nach Schüssen auf Ex-Freundin

26-jähriger Mann in Dorsten festgenommen

Energiewende macht Elektrizität teuer

200.000 Hartz-IV-Empfänger ohne Strom

Tragischer Unfall am Bahnhof

Reisende von Wasserschlauch erschlagen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Zahlreiche Gebäude eingestürzt

Mehrere Tote durch Erdbeben in Italien

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen hat ein heftiges Erdbeben der Stärke 5,8 Norditalien erschüttert. In mehreren Orten sind Gebäude eingestürzt. Die Zahl der Toten ist auf 15 gestiegen. mehr

 
 

Martyrium einer 19-Jährigen in Bosnien

Festgehaltenes Mädchen will nach Deutschland

 

Fleisch aus Gesicht von Opfer gebissen

Nackter Kannibale wohl identifziert

 
 
Top-Services