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Rekord bei Theateraward
Judi Dench gewinnt ihren achten Olivier Award

Judi Dench feiert Rekord-Award
Judi Dench feiert Rekord-Award FOTO: ap, DJ
London. Schauspielerin Judi Dench ist endgültig die "Grande Dame" des britischen Theaters. Die 81-Jährige gewann Sonntagnacht in London ihren achten Olivier Award. So viele Auszeichnungen mit dem Theater- und Musicalpreis bekam bisher niemand. Von Christina Rentmeister

Glamourös und edel zeigte sich Judi Dench bei den 40. Olivier Awards in London. In einer langen schwarzen Robe mit goldenen Blumen-Applikationen und einem dezenten schwarzen Kleid kam die 81-Jährige zur Verleihung im Royal Opera House. Ganz ihrem historischen Gewinn angemessen.

Denn die 81-jährige Schauspielerin wurde zum achten Mal mit dem wichtigsten britischen Theater- und Musicalpreis ausgezeichnet - diesmal als beste Nebendarstellerin in der Shakespeare-Inszenierung "Ein Wintermärchen". Den Award für die besten Hauptrollen erhielten Denise Gough und Kenneth Cranham.

Der Theaterpreis wird seit 40 Jahren vergeben

Der Olivier Award wird seit 1976 vergeben und ist von seinem Stellenwert vergleichbar mit dem Tony Award am amerikanischen Broadway. Benannt wurde der Preis nach dem dreifachen britischen Oscarpreisträger Laurence Olivier benannt.

Mit der Auszeichnung für die Rolle der Paulina in dem von Denchs langjährigem Freund Sir Kenneth Branagh inszenierten Stück "Ein Wintermärchen" überholte die Schauspielerin unter anderem den Komponisten Andrew Lloyd Webber in der Preisträgerliste.

Dem Rest der Welt dürfte Judi Dench eher als "M" aus den James-Bond-Filmen bekannt sein oder als Elisabeth I. aus "Shakespeare in Love". Für letztere Rolle erhielt die in York geborene Dench 1999 den Oscar. In England ist sie allerdings seit vielen Jahren vor allem auf den großen Theaterbühnen zu sehen - vor allem in Inzenierungen von Shakespeare-Stücken.

1977 gewann Dench zum ersten Mal den Award

Ihren ersten Olivier Award  erhielt Dench ebenfalls für eine Rolle in einem Shakespeare-Stück. 1977 wurde sie als beste Hauptdarstellerin für ihre Darstellung in der Inszenierung von "Macbeth" ausgezeichnet. 39 Jahre später nun der Rekord-Award, den die 81-Jährige aus den Händen von Schauspieler Luke Treadawas im Royal Opera House entgegen nahm.

Als Mitglied der Royal Shakespeare Company spielte sie auch in Theatern in den USA, Kanada und anderen euopäischen Ländern. Ihren Durchbruch auf dem Theaterparkett hatte sie bereits als 25-jährige mit der Rolle der Julia in "Romeo und Julia".  Später war Dench auch in Musicals zu sehen. So spielte sie in der Erstaufführung von "Cabaret" die Sally Bowles.

1971 heiratete Dench ihren Schauspielkollegen Michael Williams, der im Jahr 2001 starb. Gemeinsam mit ihm hat die Britin einen Tochter. Finty Williams ist ebenfalls Schauspielerin. Insgesamt sechs Mal war Dench als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert. Zuletzt im Jahr 2014 für den Film Philomena.

 

 

 

 

 

 

 

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