Vulkanausbrüche in Ecuador und Guatemala: Lavagestein tötet Fernseh-Reporter
zuletzt aktualisiert: 29.05.2010 - 09:03Quito/Guatemala-Stadt (RPO). Tausende Menschen haben nach einem Vulkanausbruch in Ecuador am Freitag fluchtartig ihre Dörfer verlassen. Die Behörden brachten nach Angaben des Präsidialamts etwa 500 Familien in Sicherheit und leiteten Flüge wegen der Aschewolke um. Ein Reporter, der live von den Ausbrüchen berichtete, wurde von Lavasteinen getroffen und verstarb.
Der Flughafen der zweitgrößten Stadt Guayaquil wurde geschlossen und mehrere Dörfer sind evakuiert worden. Der 5029 Meter hohe Vulkan Tungurahua habe am Freitag nach einer starken Explosion Lava und Asche gespuckt, teilte der Vulkanologe Hugo Yepez vom Geophysikalischen Institut in der Hauptstadt Quito mit. Die Aschewolke sei mehr als zehn bis zwölf Kilometer hoch gewesen, inzwischen lasse die Aktivität des Vulkans aber wieder nach.
Ein ähnliches Bild bot sich in Guatemala, wo der Vulkan Pacaya nach einer heftigen Eruption am Donnerstag immer noch große Mengen schwarzer Asche und Steinbrocken ausstieß. Selbst 40 Kilomter nördlich in Guatemala-Stadt mussten Bewohner Asche und Geröll von den Dächern ihrer Häuser räumen.
Reporter getötet
Ein Fernseh-Reporter, der am Donnerstag von den Hängen des Vulkans aus berichtete, wurde von Lava-Steinen getroffen und starb nach Polizeiangaben an den Folgen schwerer Kopfverletzungen. Ein weiteres Todesopfer ist zu beklagen. Weitere 20 Menschen sind verletzt worden. Drei Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren wurden vermisst.
Von Guatemala-Stadt durften zudem keine Flüge starten, weil das Rollfeld mit Vulkansand eingedeckt war. Aus den Dörfern in der Nähe des Pacaya wurden etwa 2000 Menschen in Sicherheit gebracht. Vulkanologen rechneten damit, dass es noch Tage dauern könne, bevor sich der Pacaya wieder beruhige.
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