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Umstrittenes "Pannengewehr"
Litauen kauft zusätzliche Exemplare des Sturmgewehrs G36

Litauen kauft zusätzliche Exemplare des Sturmgewehrs G36
Das Sturmgewehr G36. FOTO: dpa
Vilnius. Großauftrag für die deutsche Waffenschmiede Heckler & Koch: Litauen kauft für 12,5 Millionen Euro zusätzliche Exemplare des in Deutschland umstrittenen Sturmgewehrs G36 und eines neuen 40mm-Granatwerferanbaus.

Der Vertrag über das Rüstungsgeschäft wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius in der vergangenen Woche unterzeichnet. Ein Ministeriumssprecher wollte am Dienstag auf Anfrage keine Auskunft zur Anzahl an bestellten Waffen geben.

Bei den 2017 auszulieferenden Exemplaren handelt es sich den Angaben zufolge um eine modifizierte Variante des G36. Die litauischen Streitkräfte nutzen das G36 seit 2007 als Standardgewehr.

Durch den Erwerb weiterer G36 wolle das baltische Nato-Land an einem Waffentyp für seine Armee festhalten, sagte Verteidigungsminister Juozas Olekas. Das G36 sei den litauischen Soldaten vertraut und werde von ihnen geschätzt. 

Litauen hatte im Sommer 2015 wegen möglicher Präzisionsmängel den geplanten Kauf vorläufig ausgesetzt. Nach eigenen Tests und der Auswertung der Daten anderer Nato-Partner habe man sich aber für die Beschaffung zusätzlicher Exemplare entschieden, sagte der Sprecher.

(dpa/jeku)
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