KZ-Arzt Aribert Heim: LKA-Fahnder suchen Leiche von Dr. Tod
zuletzt aktualisiert: 09.02.2009 - 13:08Stuttgart (RPO). Bei der Suche nach den sterblichen Überresten des NS-Verbrechers Aribert Heim schaltet sich jetzt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg ein. Die Ermittler hätten "ernst zu nehmende Informationen", wonach der gesuchte mutmaßliche NS-Massenmörder 1992 in Kairo gestorben sei.
Bis zum Ende der Woche erwartet das LKA die Erlaubnis aus Ägypten, in Kairo nach den sterblichen Überresten des NS-Verbrechers Aribert Heim suchen zu können. Das sagte ein Behördensprecher am Montag in Stuttgart. Es sei ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen gestellt worden. Heim hatte offenbar 30 Jahre lang in Ägypten gelebt.
Laut einem Bericht von ZDF und "New York Times" nutzte Heim den arabischen Namen "Tarek Farid Hussein", der auch auf dem Totenschein steht. Der 1914 geborene Heim war die Nummer Eins auf der jüngsten Liste der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums, das Nazi-Verbrecher sucht.
Er war Mitglied der Waffen-SS und im Konzentrationslager Mauthausen in Österreich als "Dr. Tod" berüchtigt. 1941 soll er dort zahlreiche jüdische Häftlinge mit Injektionen ins Herz gefoltert und getötet haben. Später arbeitete er als Arzt in Süddeutschland. Als 1962 in Anklage gegen ihn erhoben wurde, tauchte er unter und wurde seitdem gesucht.
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