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Libyen Lockerbie attentäter AP 2009-0821
  Foto: AP, AP
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Libyen: Lockerbie-Attentäter jubelnd empfangen

zuletzt aktualisiert: 21.08.2009 - 06:36

Tripolis (RPO). Der aus schottischer Haft freigelassene Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi ist am Donnerstag in seiner Heimat Libyen von Hunderten Landsleuten willkommen geheißen worden.

Obwohl die Rückkehr Megrahis in das nordafrikanische Land nicht von den staatlichen Medien angekündigt worden war, fanden sich am Flughafen der Hauptstadt Tripolis zahlreiche junge Libyer ein, die ihm zujubelten und die Landesflagge schwenkten.

Nach dem Verlassen des aus Großbritannien gelandeten Flugzeugs umarmte Megrahi seine auf dem Rollfeld wartenden Söhne.

Viele der Jugendlichen trugen Transparente mit dem Namen des Nationalen Jugendverbands, der Saif al-Islam Gaddafi nahesteht, einem der Söhne von Staatsführer Muammar Gaddafi. Auf den Spruchbändern waren Slogans zu lesen wie: "Du hast versprochen und Wort gehalten, Abdel Basset al-Megrahi zu seiner Familie zurückzubringen."

Die schottische Regierung hatte am Donnerstag entschieden, den todkranken Megrahi acht Jahre nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft vorzeitig aus dem Gefängnis zu entlassen. Beim Anschlag auf ein PanAm-Flugzeug, das über der schottischen Ortschaft Lockerbie abstürzte, waren 1988 270 Menschen getötet worden, die meisten davon Amerikaner.

Der Libyer war der einzige, der für das Attentat zur Rechenschaft gezogen wurde. US-Präsident Barack Obama kritisierte die Haftentlassung scharf und kündigte an, bei der libyschen Regierung darauf zu dringen, dass Megrahi in seiner Heimat unter Hausarrest gestellt werde.

"Ein Fehler"

US-Präsident Obama hat die Freilassung als "Fehler" bezeichnet. "Wir waren dagegen und wir glauben, es war ein Fehler", sagte Obama gestern im US-Rundfunk. Er forderte die libysche Regierung auf, Megrahi nicht herzlich zu empfangen, sondern stattdessen unter Hausarrest zu stellen.

Megrahi war 2001 wegen des Anschlags auf ein US-Linienflugzeug über dem schottischen Lockerbie im Jahr 1988 verurteilt worden, bei dem 270 Menschen starben. Wegen seiner schweren Krebserkrankung wurde er gestern begnadigt. Bei seiner Ankunft auf dem Flughafen der Hauptstadt Tripolis begrüßten ihn hunderte Menschen.

Quelle: RTR/csr

 
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