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Jagd mit Pfeil und Bogen war Gesetzesverstoß
Simbabwe will Auslieferung von amerikanischem Löwentöter

Trauer und Wut nach dem Tod von Löwe Cecil
Trauer und Wut nach dem Tod von Löwe Cecil FOTO: ap
Harare. Simbabwe bemüht sich um die Auslieferung des amerikanischen Zahnarztes, der den aus einem Nationalpark herausgelockten Löwen Cecil getötet hat. Der Mann solle zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Umweltministerin Oppah Muchinguri am Freitag.

Die Tötung des in Simbabwe sehr bekannten und beliebten Löwen wird international verurteilt. Der Zahnarzt Walter James Palmer aus dem US-Staat Minnesota soll das Tier am 1. Juli außerhalb des Hwange-Nationalparks mit einem Bogen angeschossen haben, nachdem es mit einem Kadaver auf privates Gebiet gelockt wurde. Rund 40 Stunden später wurde die verwundete Katze aufgespürt und mutmaßlich von Palmer mit einer Schusswaffe getötet.

Zwei Simbabwer, ein professioneller Jäger und ein Farmbesitzer, wurden im Zusammenhang mit der Löwentötung festgenommen. Muchinguri sagte, sowohl der Zahnarzt als auch der Jäger Theo B. hätten gegen ein Gesetz verstoßen, das die Jagd mit Pfeil und Bogen kontrolliert.

Palmer, der Berichten zufolge 50.000 Dollar für die Jagd auf den Löwen zahlte, beging nach Angaben des Ministers einen Gesetzesverstoß, indem er eine illegale Jagd finanzierte.

(ap)
 
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