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Täter hatte eine "Todesliste"
Polizei findet weitere Leiche nach Bluttat an US-Universität

Los Angeles: Polizei findet weitere Leiche nach Bluttat an Universität
Am Mittwoch hatte es bei einer Schießerei zwei Tote gegeben. FOTO: ap, RV
Los Angeles/Minnesota. An der Universität von Kalifornien in Los Angeles waren am Mittwoch Schüsse gefallen – der Täter tötete zuerst einen Professor und dann sich selbst. Jetzt hat die Polizei eine weitere Leiche gefunden. Dabei soll es sich um eine Frau handeln, die ebenfalls auf der "Todesliste" des Täters stand. Die tödlichen Schüsse waren offenbar von langer Hand geplant.

Bei dem Täter, der sich selbst das Leben nahm, sei eine Todesliste mit drei Namen gefunden worden, unter ihnen der des Professors, sagte der Polizeichef von L.A., Charlie Beck, am Donnerstag. Eine Frau, die ebenfalls darauf stand, sei tot in ihrem Haus in Minnesota entdeckt worden, Hunderte Kilometer entfernt.

Der dritten Person auf der Todesliste geht es gut

Der Verdächtige Mainak S. sei von seinem Haus in Minnesota - ganz in der Nähe des Fundorts der Frauenleiche - mit zwei Waffen quer durchs ganze Land nach Los Angeles gefahren, sagte Beck dem Sender KTLA. Der dritten Person auf der Liste, einem weiteren Professor der UCLA, gehe es gut.

Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass S. psychische Probleme hatte, wie Beck sagte. Er war Mitglied einer Forschungsgruppe für computerisierte Biomechanik, die von dem getöteten Professor geleitet wurde. Es habe offenbar Streit zwischen den beiden gegeben, weil S. gedacht habe, der Professor habe Informationen zu Forschungen veröffentlicht, die ihm schaden könnten.

Große Trauer nach Tod des Professors

An der Universität herrschte am Tag nach der Tat Trauer. Das ganze Kollegium stehe unter Schock, sagte der Biologie- und Chemieprofessor Charles Knobler. Der getötete Professor für Maschinenbau wurde als liebenswerter Kollege beschrieben, er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. Am Großteil der Hochschule wurde am Donnerstag der Unterricht wieder aufgenommen. Die Fakultät für Maschinenbau, an der sich die Tat am Mittwoch ereignet hatte, soll noch bis Montag geschlossen bleiben.

Die Schüsse hatten auf dem Campus für Panik gesorgt. Tausende verbarrikadierten sich in Klassenräumen und Büros, ehe die Behörden nach einem stundenlangen Großeinsatz mit schwer bewaffneten Beamten das Gelände wieder freigaben.

(dpa)
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