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Nach Leichenfund
Mutmaßliche Mörder von sieben Journalisten in Libyen verhaftet

Menschenrechte 2014: Die größten Konfliktherde
Menschenrechte 2014: Die größten Konfliktherde FOTO: afp, KLC/RBZ/ljm
Tobruk. Fünf Terrorverdächtige hatten in Libyen insgesamt sieben Journalisten getötet. Jetzt gestanden die Terrorverdächtigen ihre Taten. Laut Regierungsangaben befinden sich die mutmaßlichen Mörder nun in Haft.

Die fünf Männer - drei Ägypter und zwei Libyer - hätten die Taten gestanden, teilte die international anerkannte Regierung auf ihrer Facebook-Seite in der Nacht zum Donnerstag mit.

Fünf Mitglieder eines Kamerateams des libyschen Senders Al-Barka TV mit Sitz in Bengasi waren vor mehr als acht Monaten von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verschleppt worden. Ihre Leichen waren am letzten Wochenende nahe der Stadt Al-Baida gefunden worden. Die Mörder hatten den vier Libyern und einem Ägypter die Kehle durchschnitten.

Die fünf Terrorverdächtigen gestanden auch den Mord an zwei tunesischen Reportern. Ihre Leichen sollen in der Nähe von Derna, einer IS-Hochburg, verscharrt sein. Sie konnten bislang nicht geborgen werden, weil Derna für die Regierungstruppen nicht zugänglich ist. Neben der offiziellen Regierung in Tobruk hat sich in Tripolis eine zweite Führung gebildet, die von Islamisten dominiert wird.

(dpa)
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