Neue Spur: Maddie im Meer versenkt?
zuletzt aktualisiert: 15.09.2007 - 09:58Düsseldorf (RPO). Im Fall der verschwundenen Maddie geht die Polizei einer neuen Spur nach: Ein Nachbar der Eltern soll die Dreijährige angeblich von Bord seiner Jacht in den Atlantik geworfen haben. Der Brite Robert Muart steht damit erneut im Visier der Ermittler.
Nach Darstellung der portugiesischen Zeitung "Diario de Noticias" soll Murat die Leiche der kleinen Madeleine in einen mit Steinen beschwerten Sack gesteckt und auf hoher See versenkt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Körper des Mädchens nicht mehr zu finden ist, berichtete das Blatt. Der Atlantik ist vor Portugals Küste mehr als 1000 Meter tief.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich der Zeitung zufolge gegen Robert Murat. Ob der 33-Jährige Madeleine ermordet haben könnte, wurde von der portugiesischen Generalstaatsanwaltschaft weder bestätigt noch dementiert. Es gebe neue Ermittlungen, um zuklären, um welche Art von Verbrechen es sich handelt", zitiert die Bild-Zeitungen einen Sprecher. Zuletzt waren die Ermittler davon ausgegangen, dass Gerry und Kate McCann ihre Tochter versehentlich durch eine Überdosis Schlaftabletten getötet haben.
Der verdächtigte Murat ist ein Nachbar der McCanns. Sein Haus liegt nur 100 Meter von dem Appartement entfernt, aus dem Maddie vor etwa fünf Monaten verschwunden ist. Der 33-Jährige besitzt eine Jacht, die im Hafen Lagos Marina liegt. Der Jachthafen gilt laut einem Bericht der "Sun" als einer der exklusivsten Orte an der Algarve. Die meisten Boote dort seien im Besitz von Briten.
Lange Zeit war Murat der Hauptverdächtige Polizei. Sein Alibi, er habe zur Tatzeit geschlafen, wurde von Zeugen widerlegt. Drei Freunde der McCanns behaupten, Murat habe sich kurz nach Maddies Verschwinden am Tatort aufgehalten.
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