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Luxus-Modemarke
Yves Saint Laurent wollte mit Magermodel werben

London/Paris. Die Knochen am Brustkorb des Models sind auf dem Schwarz-Weiß-Bild deutlich zu sehen, die Beine und Arme wirken extrem mager. Mit diesem Foto wollte die Luxus-Modemarke Yves Saint Laurent Werbung für ihre neue Kollektion machen. Die britische Werbeaufsicht sprach ein Verbot aus.

Das "ungesunde Untergewicht" des Models ist der Grund, aus dem die britische Werbeaufsicht die Anzeige für die YSL verboten hat. Die Werbung erschien in der britischen Ausgabe des Frauenmagazins "Elle". Eine Leserin hatte sich beschwert, dass es unverantwortlich sei, ein so ungesund aussehendes Model abzulichten.

Die Advertising Standards Authority (ASA) gab ihr recht: So dürfe das Bild in Zukunft nicht erscheinen, teilte sie am Mittwoch mit. Laut ASA teilt die französische Modemarke die Einschätzung aber nicht.

Yves Saint Laurent sagte der Deutschen Presse-Agentur in Paris, das Foto sei nur für die britische "Elle" vorgesehen gewesen, es sei keine weitere Veröffentlichung geplant.

In Frankreich droht mageren Models sogar ein Berufsverbot: Die Nationalversammlung hat beschlossen, dass untergewichtige Mannequins nicht mehr bei Modeschauen oder Fotoaufnahmen arbeiten dürfen. Das Gesetz muss allerdings noch durch den Senat, den die oppositionellen Konservativen dominieren - diese sehen das Berufsverbot kritisch und sprechen von Diskriminierung.

(dpa)
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