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Tragödie in der Ukraine
MH17 offenbar tatsächlich von Buk-Rakete abgeschossen

Fotos: Helfer räumen Trümmerfeld nach MH17-Absturz auf
Fotos: Helfer räumen Trümmerfeld nach MH17-Absturz auf FOTO: dpa, ki sh
Den Haag. Bei den Ermittlungen zum Absturz von Flug MH17 im Juli 2014 in der Ostukraine hat sich einem Medienbericht zufolge der Verdacht bestätigt, dass die Passagiermaschine von einer russischen Buk-Rakete abgeschossen worden ist.

Die Rakete sei überdies von damals von den prorussischen Rebellen kontrolliertem Gebiet abgefeuert worden, berichtete die niederländische Zeitung "De Volkskrant" am Dienstag. Sie berief sich auf drei nicht genannte Quellen, die bei der Erstellung des Abschlussberichtes mitgearbeitet hätten.

Der Bericht soll am Dienstag (13.15 Uhr) in den Niederlanden vorgelegt werden. Er wurde von der Niederländischen Flugsicherheitsbehörde (OVV) mit Hilfe zahlreicher internationaler Experten verfasst. Schon in einem Zwischenbericht hieß es, die Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord sei mutmaßlich von einer Buk-Rakete getroffen worden. Der Hersteller gab allerdings an, Raketen des Typs würden seit 1999 nicht mehr hergestellt, die ukrainischen Streitkräfte hätten aber noch Boden-Luft-Raketen des Typs in ihren Beständen.

Im Absturzgebiet kämpften zum Zeitpunkt der Tragödie prorussische Rebellen und ukrainische Regierungstruppen, die sich gegenseitig für den Abschuss verantwortlich machen.

Weitere Informationen zur Tragödie der MH17 in unserem Dossier.

(AFP)
 
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