Iran: Marine verhaftet fünf britische Segler
zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 21:03London (RPO). Fünf britische Segler sind nach Angaben der Regierung in London von der iranischen Marine gestoppt und nach Iran gebracht worden. Die Segler seien auf ihrer Yacht im Persischen Golf unterwegs gewesen und möglicherweise in iranische Hoheitsgewässer geraten, teilte das Außenministerium am Montag mit.
Nach Angaben des Außenministeriums in London gibt es einen "begrenzten indirekten Kontakt" zu der Gruppe von Seglern im Iran. Allerdings sei nicht klar, wo genau sie sich aufhielten, und ob sie in einem Gefängnis festgehalten würden. Die Briten seien aber bei guter Gesundheit und ihre Familien informiert. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Mittwoch vergangener Woche, als die Gruppe mit einer von der Firma Sail Bahrain gecharterten Yacht von der Insel Bahrain nach Dubai segelte.
"Ich hoffe, dass die Angelegenheit schnell geregelt werden kann", sagte der britische Außenminister David Miliband am Abend in London. Der britische Botschafter in Teheran sei eingeschaltet und die iranische Botschaft in London kontaktiert worden.
Im März 2007 hatten die iranischen Revolutionsgarden im Norden des Persischen Golfs ein Schiff der britischen Marine gestoppt und 15 britische Soldaten an Bord festgenommen, was die Beziehungen beider Länder erheblich belastete. Den Briten wurde vorgeworfen, in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein. Die britische Regierung wies die Vorwürfe zurück. Nach knapp zwei Wochen Haft wurden die Briten freigelassen und konnten in ihre Heimat zurückkehren. Derzeit belastet vor allem der festgefahrene Atomstreit mit dem Iran die Beziehungen des Landes mit dem Westen.
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