Die Demonstranten in ihrer roten Kleidung verschütten ihr Blut, das sie sich vorher haben entnehmen lassen. Mit der Aktion wollen die Oppositionsanhänger Neuwahlen erzwingen.
Die Protestler bahnen sich mit einem Truck ihren Weg zum Regierungssitz, wo sie das gesammelte Blut verschütten wollten.
In Plastikflaschen brachten die Demonstranten ihr Blut zum Regierungssitz. Etwa 50.000 Teilnehmer ließen sich insgesamt rund 500 Liter Blut abnehmen.
Nicht alles Blut, das gesammelt wurde, wurde auch verschüttet. Die Demonstranten erklärten, sie würden den Rest vor dem Haus von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva vergießen, wenn ihre Forderungen nach Neuwahlen nicht erfüllt würden.
Eine Million Kubikzentimeter Blut will die Opposition in Thailand vor dem Regierungssitz vergießen und so eine Neuwahl erzwingen.
Zwischen 10.000 und 100.000 Spendern werden benötigt, die zwischen zwei und zwanzig Teelöffeln Blut für die ungewöhnliche Protestaktion spenden.
Die Thaksin-Anhänger reihten sich zur Blutabnahme in lange Schlangen ein.
Das Blut sei eine "Opfergabe", um die Liebe zu ihrem Heimatland und ihre Ernsthaftigkeit zu zeigen, sagte einer der Anführer.
Besorgt zeigte sich das Rote Kreuz über die Aktion. Ein Sprecher verwies auf die hygienischen Probleme. Zudem könne man mit dieser Menge Blut zahlreiche Menschenleben retten, statt sie nutzlos zu vergießen, sagte ein Sprecher.
Bangkok ist wieder in Rot getaucht: Die thailändische Hauptstadt wird von den sogenannten Rothemden dominiert.
Die "Rothemden" sind Anhänger des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra, der im August 2008 ins Ausland geflohen war, um einer Gefängnisstrafe wegen Korruption in seinem Heimatland zu entgehen.
Sie verlangen eine Auflösung des amtierenden Parlamentes. Schon in den beiden vergangenen Jahren gab es große politische Unruhen in dem südostasiatischen Staat.
Schon in den beiden vergangenen Jahren gab es große politische Unruhen in dem südostasiatischen Staat.
Die Thaksin-Anhänger, die sogenannten Rothemden, machen gegen die Regierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva mobil und rechnen für Sonntag mit rund 600.000 Teilnehmern.
Mit großem Aufwand reisten die Protestler nach Bangkok.
Die Demonstranten mussten Militärkontrollen passieren...
...allein am größten Checkpoint Ayutthaya 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt wurden am Samstag 35.000 Demonstranten gezählt
Die Kontrollen dauerten Stunden.
Die Regierung mobilisierte rund 50.000 Sicherheitskräfte. Regierungschef Abhisit lehnte einen Rücktritt ab und sagte eine für das Wochenende geplante Australienreise ab.
Im Oktober 2008 waren bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Regierungsgegnern in Bangkok zwei Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden.