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Drogenkrieg in Mexiko
15 Polizisten sterben in Hinterhalt

Mexiko: 15 Polizisten sterben, fünf weitere verletzt
Handschellen und Schlüssel liegen am Tatort. FOTO: ap
Guadalajara . Bei einem der schwersten Angriffe auf die mexikanischen Sicherheitskräfte in den vergangenen Jahren sind in einem Hinterhalt im Westen des Landes 15 Polizisten getötet und fünf weitere verletzt worden.

Der Konvoi einer Eliteeinheit sei am Montagnachmittag auf einer Straße von einer Gang angegriffen worden, teilten die Behörden im Bundesstaat Jalisco am Dienstag mit. Sie vermuteten den Racheakt eines Drogenkartells. Die Angreifer warteten den Angaben zufolge in einem behelfsmäßigen Feldlager einen oder zwei Tage lang auf den Polizeikonvoi. Sie hätten die Straße in der Nähe des Dorfes Soyatan mit brennenden Fahrzeugen blockiert, teilte der Sicherheitsbeauftragte von Jalisco, Francisco Alejandro Solorio Aréchiga, nach einem Treffen mit Polizei-, Militär- und Behördenvertretern mit. Demnach waren die Sicherheitskräfte auf dem Weg in die zweitgrößte Stadt des Landes, Guadalajara.

Bei der Attacke wurden 15 Polizisten getötet. "Sie starben bei einem feigen Angriff - das bedeutet, dass wir weiter auf der Hut sein müssen", sagte Solorio. Der Zustand der fünf verletzten Beamten sei stabil.

Vermutlich Rache eines Drogenkartells

Das mächtige Drogenkartell Jalisco Neue Generation wird verdächtigt, die Tat begangen zu haben. Die Behörden vermuten, dass es sich um einen Racheakt handelte. Die Attacke sei eine "Reaktion des organisierten Verbrechens" gewesen, sagte Solorio.

Der Angriff fügte den mexikanischen Sicherheitskräften die größten Verluste an einem einzelnen Tag seit der Amtsübernahme von Staatschef Enrique Peña Nieto vor zwei Jahren zu. Die Attacke in Jalisco wirft ein Schlaglicht auf den westlichen Bundesstaat. Bisher stand die Gewalt in den Bundesstaaten Michoacán, Guerrero und Tamaulipas im Vordergrund. 2012 waren bei einem Hinterhalt im Bundesstaat Guerrero zwölf Polizisten getötet worden.

Der Sicherheitsexperte Raúl Benítez Manaut von der Universidad Nacional Autónoma de Mexico sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Mitglieder von Jalisco Neue Generation seien "sehr gut bewaffnet und sehr diszipliniert". Wahrscheinlich würden sie von Ex-Militärs aufgestellt.

Das seit 2010 aktive Drogenkartell liefert sich seit Wochen gewaltsame Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Am 19. März wurde ein Polizeikonvoi in Ocotlan beschossen. Elf Menschen starben - fünf Beamte, drei mutmaßliche Angreifer und drei Passanten. Vier Tage später wurden bei einem Einsatz in der Stadt Zacoalco de Torres drei mutmaßliche Mitglieder des Drogenkartells getötet. Eine Woche später gab es einen versuchten Anschlag auf Solorio. Der Sicherheitsbeauftragte überstand die Attacke unverletzt. Am Montag wurde der Polizeichef von Zacoalco de Torres getötet, wie Solorio ebenfalls mitteilte.

Den mutmaßlichen Chef des Kartells, Nemesio Oseguera Cervantes, alias El Mencho, bekamen die Sicherheitskräfte bislang nicht zu fassen. Sein Sohn Ruben Oseguera González, alias El Menchito, wurde im Januar 2014 festgenommen.

(AFP)
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