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Mutmaßlicher Drahtzieher von Massaker
Mexiko nimmt einen Anführer von Zetas-Drogenkartell fest

Mexiko nimmt einen Anführer von "Zetas"-Drogenkartell fest
Polizisten vor einem Truck, in dem einige der über 70 Leichen des Massakers zum Bestatter gebracht wurden (Archivfoto). FOTO: ap
Mexiko-Stadt. Er soll an einem Massaker mit mehr als 70 Toten beteiligt gewesen sein. Nun haben die mexikanischen Behörden einen 56-Jährigen - ein Anführer des Drogenkartells Los Zetas - festgenommen.

Der Verdächtige wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Dienstag im Bundesstaat Tamaulipas festgesetzt. Ihm wird Organisiertes Verbrechen und Entführung, darunter auch die Verschleppung eines US-Bürgers, vorgeworfen.

Die Behörden gehen zudem davon aus, dass der Verdächtige 2010 eine Mordserie koordinierte, bei der unter anderem 72 Migranten aus Zentralamerika in Tamaulipas getötet wurden. Überlebende berichteten, die Opfer seien ermordet worden, weil sie sich geweigert hatten, für die Zetas zu arbeiten. Wegen der Tat wurden bislang bereits über 30 Verdächtige festgenommen. Das Massaker gilt als eines des schwersten Verbrechen im mexikanischen Drogenkrieg.

Der Mann wird auch beschuldigt, in die Tötung der Aktivistin Miriam Rodriguez im Mai verwickelt gewesen zu sein, die ihre verschwundene Tochter jahrelang suchte und später deren Leiche entdeckte.

Los Zetas wurden von desertierten Elitesoldaten gegründet und dienten zunächst dem Golf-Kartell als bewaffneter Arm. Später machte sich die Gruppe selbstständig und gründete eine Art kriminelles Franchise- System. Die Bande ist vor allem im Osten und Norden des Landes aktiv. Los Zetas gelten selbst innerhalb der mexikanischen Unterwelt als ausgesprochen brutal und sind in Drogen- und Menschenhandel sowie Schutzgelderpressung und Benzindiebstahl verwickelt.

(das/ap)
 
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